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Wirtschaft | Mi, 05.09.2012 08:34

Region Stuttgart: 10 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge im Handwerk

Das Handwerk der Region Stuttgart startet mit einem deutlichen Zuwachs an Ausbildungsverträgen in das beginnende Ausbildungsjahr. Insgesamt wurden 3.486 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das bedeutet im Vergleich zum vergangenen Jahr ein Plus von 10,4 Prozent. Damit bestehen nach Einschätzung der Handwerkskammer Region Stuttgart beste Chancen das gute Vorjahresergebnis von 4.364 Verträgen bis Jahresende noch zu übertreffen.


„Das Handwerk der Region ist und bleibt der Garant für eine qualifizierte, hochwertige Ausbildung“, kommentiert Kammer-Hauptgeschäftsführer Claus Munkwitz die aktuelle Entwicklung. Und die Tür stehe weiter offen. Allein in der Internet-Lehrstellenbörse der Kammer warten noch fast 700 freie Ausbildungsplätze auf geeignete Bewerber.

Mit unverändert hoher Ausbildungsbereitschaft reagiert das Handwerk auf die sich abzeichnenden Personalengpässe. Schon jetzt klagen einzelne Betriebe darüber, dass ihnen gut ausgebildete Mitarbeiter fehlen. Um den drohenden Fachkräftemangel zu begegnen, setzen sie verstärkt auf die Karte Ausbildung.

„Allerdings“, betont Kammerchef Munkwitz, „sticht diese Karte nicht immer wie gewünscht.“ Denn fast 40 Prozent aller Ausbildungsbetriebe würden gerne mehr tun, fänden aber trotz intensiver Suche keine passenden Bewerber. Vor allem mangelnde Deutsch- und Mathematikkenntnisse, aber auch fehlende Leistungsbereitschaft und Motivation der Schulabgänger führten dazu, dass Lehrstellen zu Leerstellen werden.

Um den Betrieben bei ihrer Suche nach guten Bewerbern zu helfen, hat die Handwerkskammer ihre Unterstützungsangebote weiter aufgestockt. So wurden die für die überbetriebliche Ausbildung genutzten Werkstätten der Bildungsakademie in Stuttgart-Weilimdorf verstärkt für die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern geöffnet und die Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen der Region erweitert. Daneben werden Infoveranstaltungen in den Schulklassen, Lehrerfortbildungen, Hilfen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen oder auch Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und örtlichen Handwerksbetrieben geboten.

(Redaktion)