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Wirtschaft | Mo, 15.08.2011 11:15

Region Ulm ist wachstumsstärkste Region Deutschlands

Auch wenn die IHK-Region Ulm im Krisenjahr 2009 einen nahezu beispiellosen Wirtschaftseinbruch hinnehmen musste – im Zeitraum von 1996 bis 2009 war sie dennoch die wachstumsstärkste Region Deutschlands. Dies belegen Daten der volkswirtschaftslichen Gesamtrechnung. Vor allem die Landkreise Biberach und Alb-Donau glänzen durch hohe Wachstumsraten. Aber auch der Stadtkreis Ulm schneidet überdurchschnittlich ab.


Die regionale Wirtschaft der IHK-Region Ulm ist im Zeitraum von 1996 bis 2009 um knapp 44 Prozent gewachsen – so stark wie keine andere der 80 IHK-Regionen in Deutschland. Damit lag das Wirtschaftswachstum der Region um jeweils etwa 16 Prozentpunkte höher als der baden-württembergische Landesdurchschnitt und der deutsche Wachstumswert.

Der größte Teil des regionalen Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 17,5 Milliarden Euro wird im Stadtkreis Ulm erwirtschaftet. Der Anteil des Stadtkreises verringerte sich allerdings von 41 Prozent im Jahr 1996 auf 37 Prozent im Jahr 2009. Dies ist keineswegs auf eine schlechte Wirtschaftsentwicklung zurückzuführen, denn mit einem Anstieg um gut 30 Prozent war auch das Wachstum des Stadtkreises überdurchschnittlich.

Insbesondere der Landkreis Biberach konnte allerdings aufgrund einer prächtigen Wachstumsbilanz seinen Anteil von etwa 33 auf 36 Prozent erhöhen. Mit einer Wachstumsrate von fast 56 Prozent erzielte der Landkreis das höchste Wachstum in Baden-Württemberg und rangiert unter den 413 Stadt- und Landkreisen in Deutschland auf einem hervorragenden 21. Platz

Der Alb-Donau-Kreis kann ebenfalls einen deutlichen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes aufweisen (+50 Prozent). Landesweit liegt der Alb-Donau-Kreis unter den 44 Kreisen auf Rang drei, bundesweit auf Platz 36. Der Stadtkreis Ulm kann mit den Positionierungen 19 beziehungsweise 172 keine solch guten Ergebnisse vorweisen. Dabei ist jedoch zu beachten, welch hohes Wirtschaftsniveau den Wachstumsraten des Stadtkreises zu Grunde liegt.

„Besonders beeindruckend werden die Zahlen, wenn man bedenkt, dass lediglich drei von 80 IHK-Regionen im Krisenjahr 2009 einen stärkeren Wirtschaftseinbruch hinnehmen mussten, als wir“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftführer Otto Sälzle die Analyse seines Hauses. Sehe man von diesem einmaligen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von mehr als sieben Prozent ab, wäre das Ergebnis noch beeindruckender.

Zugleich betont die IHK, die Sondersituation in 2009 sollte nicht dahingehend gedeutet werden, dass die hiesige Region besonders konjunkturanfällig sei. „Nach unseren Berechnungen schwankten die Veränderungsraten des Bruttoinlandsproduktes im betrachteten Zeitraum selbst unter Einschluss des Jahres 2009 keinesfalls besonders auffällig um die durchschnittliche Wachstumsrate. Im Gegenteil: Betrachtet man nur Baden-Württemberg, so gibt es nur wenige Regionen, bei denen die Wachstumsentwicklung noch ausgeglichener verlief“, sagt Sälzle.

(Redaktion)