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Vermischtes | Fr, 18.06.2010 09:57

Regionen Lombardei, Rhône-Alpes, Katalonien und Baden-Württemberg wollen internationale Zusammenarbeit verstärken

Anlässlich des Präsidententreffens der Vier Motoren für Europa in Katalonien unterzeichnete Europaminister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart die gemeinsame Erklärung von Barcelona. Eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Partnerregionen sowie die Stärkung der Rolle dieses Netzwerks als schlagkräftige Lobby in der Europäischen Union sind zentrale Punkte der Vereinbarung.

Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart bei einem Treffen Ende November 2009 mit Vertretern der Vier-Motoren-Regionen Lombardei, Rhône-Alpes, Katalonien in Stuttgart. (Bild: Staatsministerium BW)

Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart bei einem Treffen Ende November 2009 mit Vertretern der Vier-Motoren-Regionen Lombardei, Rhône-Alpes, Katalonien in Stuttgart. (Bild: Staatsministerium BW)


Nach seiner Rückkehr aus Barcelona unterstrich Reinhart die Bedeutung dieses Kooperations-Netzwerks: „Die Vier Motoren sind ein wichtiger Verbund für Baden-Württemberg, bei dem es insbesondere darum geht, Stärken weiter auszubauen. Im Zuge der Globalisierung und auch angesichts der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise sieht das Land einen ganz besonderen Schwerpunkt in der Vernetzung mit starken Partnern. Wir dürfen die Gestaltung Europas nicht dem Takt der Schwächeren überlassen. Wir wollen in einem Europa zusammenwachsen, das wir als starke Regionen selbst gestalten und weiterentwickeln“ sagte Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart am Donnerstag (17. Juni 2010) in Stuttgart.

„Den Ländern und Regionen kommt eine wichtige und eigenständige Aufgabe zu, wenn es darum geht, Europa stärker und leistungsfähiger zu machen. Dies gilt ganz besonders für den Bildungsbereich, der Grundlage unserer Wettbewerbsfähigkeit“, erklärte der Europaminister. In diesem Zusammenhang sprach Reinhart eine Einladung an die Vier Motoren-Partnerregionen aus, sich am internationalen Symposium zum Thema Steigerung der interregionalen Mobilität in beruflicher Bildung und Weiterbildung vom 14. bis 16. Juli 2010 in Esslingen zu beteiligen.

Minister Reinhart tauschte sich in Barcelona mit Präsident José Montilla und Vizepräsident Josep-Lluis Carod-Rovira aus Katalonien, dem Vizepräsidenten für europäische und internationale Angelegenheiten der Region Rhône-Alpes, Bernard Soulage, sowie Paolo Alli, Staatssekretär des lombardischen Präsidenten, über die in ihren Regionen ergriffenen Maßnahmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise aus. „In dieser Krise hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, gezielt zu handeln. Jetzt gilt es, die europäische, nationale und regionale Standortpolitik konsequent fortzuführen. Die Sicherung unserer Wirtschaftsstandorte durch Innovationen und Ausbildung qualifizierter Fachkräfte werden entscheidend für unseren zukünftigen Erfolg sein“, sagte Reinhart.

In der Arbeitssitzung der Vier Motoren für Europa plädierte Minister Reinhart dafür, das Netzwerk insbesondere auch auf europäischer Ebene sichtbarer zu machen: „Aus der strukturellen Ähnlichkeit unserer wirtschaftsstarken Regionen folgt, dass sie hinsichtlich vieler Themen ähnliche Interessen haben. Ein kontinuierlicher Austausch zu den europäischen Zukunftsfragen, wie z. B. der Kohäsionspolitik nach 2013 oder auch der EU-Strategie 2020, ist von großem Nutzen für unsere Regionen.“ Reinhart regte darüber hinaus an, auch eine mögliche Erweiterung des Vier Motoren-Netzwerks im Blick zu haben. Neben Wales und Flandern seien assoziierte Mitglieder insbesondere in Ost- und Südosteuropa denkbar.

Baden-Württemberg pflegt rege Kooperationsbeziehungen zu den Regionen Rhône-Alpes, Katalonien und der Lombardei im Rahmen der 1988 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Vier Motoren für Europa. Wales und Flandern haben den Status eines assoziierten Mitgliedes. Am 5. März 2007 hatte Baden-Württemberg die Präsidentschaft der Vier Motoren für Europa übernommen. 2009 wurde der Vorsitz offiziell an die Lombardei übergeben. Beim Präsidententreffen am 15. Juni 2010 in Barcelona ging die Präsidentschaft auf José Montilla Aguilera über. Aguilera ist seit dem 28. November 2006 Präsident der autonomen Regierung Kataloniens.

(Redaktion/ StM BW)