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Wirtschaft | Do, 29.11.2012 10:28

Reiche Bescherung unter deutschen Weihnachtsbäumen

Auch in diesem Jahr liegen Bücher, Spielwaren und Bekleidung am häufigsten unter den Weihnachtsbäumen. Rund 91 Prozent der Deutschen planen, Geschenke zu kaufen. Durchschnittlich sind pro Person 285 Euro für Präsente geplant und damit neun Prozent mehr als im Vorjahr. Der Handel kann mit einem Umsatzvolumen von 14,9 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke rechnen, ein Plus von ebenfalls knapp neun Prozent. Das Internet als Bestellplattform gewinnt weiter an Bedeutung, speziell in den Bereichen Foto, Software, Haushaltsgeräte und Sportartikel. Das sind Ergebnisse einer GfK-Studie zum Weihnachtsgeschäft 2012.


Die Weihnachtsgeschenke werden in diesem Jahr üppiger ausfallen. Rund 285 Euro und damit 24 Euro mehr als im vergangenen Jahr will jeder Deutsche durchschnittlich dafür verwenden. Zudem wird auch wieder viel Bargeld verschenkt, das in den Tagen nach dem Fest zu einem Großteil in die Kassen der Händler fließen dürfte. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von etwa 3,4 Milliarden Euro umfassen – ein Plus von 6,3 Prozent.

Das Weihnachtsbudget zeigt erwartungsgemäß deutliche Unterschiede je nach Alter und Einkommen. Während junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren durchschnittlich 136 Euro für Geschenke einplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter bis auf 349 Euro bei den über 55-Jährigen. Über alle Einkommensstufen hinweg wollen die Deutschen in diesem Jahr mehr Geld für Geschenke ausgeben.

Rund 44 Prozent der Deutschen möchten zum Fest Bücher verschenken. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Durchschnittlich werden sie dafür 41 Euro und damit 2 Euro mehr ausgeben. Laut Berechnungen der GfK entspricht dies einem Umsatzvolumen von 1,14 Millionen Euro. Bücher zu verschenken, ist in allen Altersklassen beliebt, Frauen greifen allerdings häufiger zum Buch als Männer.

Auf dem zweiten Platz liegen Spielwaren, die von 36 Prozent der Deutschen verschenkt werden. Vor allem die 25- bis 34-Jährigen treffen diese Wahl. Fast zwei Drittel dieser Gruppe wird zu Weihnachten Spielzeug unter den Baum legen. Die durchschnittlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf 77 Euro und damit auf zwei Euro mehr als im vergangenen Jahr. Das bedeutet ein Umsatzpotenzial von rund 1,75 Milliarden Euro. Die Händler können daher mit einem Zuwachs von rund 80 Millionen Euro im Vergleich zum letzten Jahr rechnen.

Den dritten Rang der meist gekauften Geschenke belegen Kleidung und Accessoires. Bei einem Drittel der Deutschen stehen sie auf der Einkaufsliste. Der Handel kann hier mit einem Volumen von rund 1,95 Milliarden Euro rechnen. Das sind etwa 220 Millionen Euro mehr als im letzen Jahr. Im Durchschnitt werden 92 Euro für Kleidung und Accessoires eingeplant. Im vergangenen Jahr waren es 75 Euro. Dabei zeigt sich, dass Kleidung und Accessoires von allen Bevölkerungsgruppen gern verschenkt wird.

In diesem Jahr sehr beliebt sind Kosmetikartikel und Parfum. Die Warengruppe schafft es damit auf den vierten Rang. Über ein Viertel (27 Prozent) der Deutschen planen hierfür durchschnittlich 50 Euro in ihrem Weihnachtsbudget ein. Damit steigt die Zahl der Käufer um 6 Prozentpunkte, die Ausgaben um 4 Euro. Dies entspricht einem Umsatz von rund 928 Millionen Euro. Vor allem die 14- bis 24-Jährigen bedenken ihre Lieben gerne mit Kosmetik und Parfum.

Knapp ein Viertel der Deutschen wollen in diesem Jahr auf Nummer sicher gehen und dem Beschenkten mit Bargeld oder Gutscheinen die Auswahl des Geschenks selbst überlassen. Bargeld verschenken die Deutschen durchschnittlich in Höhe von 217 Euro. Mit über 40 Prozent greift vor allem die ältere Generation der über 65-Jährigen zu diesem Geschenk. Gutscheine verschenken dagegen eher die 14- bis 34-Jährigen. Rund 30 Prozent dieser Altersgruppe legt mindestens einen Gutschein auf den Gabentisch. Durchschnittlich sind hierfür 89 Euro vorgesehen und damit deutlich weniger als die im letzten Jahr geplanten 97 Euro. In Summe kann der Handel mit einem Gutscheinvolumen von knapp 1,34 Milliarden Euro rechnen.

Während sich bei den Rennern unterm Weihnachtsbaum im Vergleich zum letzten Jahr wenig verändert hat, zeigen sich beim Einkaufsverhalten deutliche Unterschiede. Geschenke im Internet zu bestellen, gewinnt immer mehr an Beliebtheit. In nahezu allen Produktbereichen steigt die Zahl der Personen, die neben dem stationären Handel auch online einkaufen wollen.

Spitzenreiter beim Interneteinkauf sind Abos und Veranstaltungstickets. Insgesamt 67 Prozent der Befragten beabsichtigen in diesem Bereich unter anderem auch im Internet einkaufen. Im vergangenen Jahr lag der Wert noch bei 60 Prozent. An zweiter Stelle der beliebtesten Artikel für den Onlinekauf liegt Software, die 61 Prozent im Netz bestellen wollen. Das bedeutet ein enormes Plus von 17 Prozent. Es punkten Spielkonsolen mit 55 Prozent und einem Zuwachs um 15 Prozentpunkte. Auch bei CDs, DVDs und Blue-rays legt der E-Commerce-Anteil von 46 auf 54 Prozent deutlich zu. Den stärksten Zuwachs beim Einkauf über das Internet verzeichnen Foto-Kameras und Zubehör. In diesem Jahr werden 53 Prozent der Verbraucher ihre Geschenke aus diesem Bereich auch online einkaufen. Im letzten Jahr waren es noch 34 Prozent. Spiele für Konsolen und PCs wollen in diesem Jahr rund 52 Prozent auch über das Internet kaufen. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Computer, Netbooks und Tablets steigern ihren Anteil von 48 auf 50 Prozent.

Die weiteren Plätze in den E-Commerce Top 10 belegen Unterhaltungselektronik (47 Prozent, plus 4 Prozentpunkte) sowie Bücher (44 Prozent, plus 4 Prozentpunkte). Auf den folgenden Plätzen können vor allem die Haushaltsgeräte sowie Sportartikel mit einem Zuwachs von jeweils 12 Prozentpunkten beim Online-Einkauf zulegen. Wenig beliebt ist das Internet hingegen für den Kauf von Lebensmitteln und Getränken, die lediglich 8 Prozent der Befragten im Internet bestellen möchten. Kosmetikartikel und Parfum erreichen einen Online-Anteil von 17 Prozent und somit 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Gutscheine kommen auf einen Wert von 20 Prozent.

(Redaktion)