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Wirtschaft | Fr, 15.01.2010 10:00

Rheinland-Pfalz: Wettbewerb Mittelstandsfreundliche Kommunen 2010 startet

"Eine effiziente und wirtschaftsfreundliche Verwaltung ist aus Sicht der rheinland-pfälzischen Unternehmen von hoher Bedeutung für die Standortattraktivität", betonte Wirtschaftsminister Hendrik Hering zum Auftakt des Landeswettbewerbs 'Mittelstandsfreundliche Kommunen 2010' in Budenheim.

Die Stadt Landau erhielt 2008 im Rahmen des Wettbewerbs den Sonderpreis „Schnelle Genehmigungsverfahren“ (Foto: MWVLW).

Die Stadt Landau erhielt 2008 im Rahmen des Wettbewerbs den Sonderpreis „Schnelle Genehmigungsverfahren“ (Foto: MWVLW).


Bei der Veranstaltung wurden effiziente Modelle zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen als nachahmenswerte Beispiele in Kommunen in und außerhalb von Rheinland-Pfalz zur Stärkung eines Wirtschaftsstandortes präsentiert.

"In Rheinland-Pfalz bestehen schnelle und kurze Wege für Unternehmer und Investoren, gemäß dem Motto ,Wir machen’s einfach'", sagte Hering. So habe beispielsweise der Rhein-Hunsrück-Kreis als erste rheinland-pfälzische Kommune das RAL-Gütezeichen 'mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung' erhalten. Die Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz) hat als kleinere Verbandsgemeinde (13.500 Einwohner) einen zentralen Ansprechpartner („Kümmerer“) für die Wirtschaft installiert, der in sämtlichen unternehmerischen Angelegenheiten koordinierend und unterstützend tätig wird. Die kreisfreie Stadt Landau pflegt einen intensiven Kontakt zu den ortsansässigen Unternehmen. Dabei kann sie auf ein dicht geknüpftes Netzwerk mit Banken und Sparkassen sowie Kammern und Landesbehörden zurückgreifen.

Die Möglichkeit, dass ein Ansprechpartner, ein "Kümmerer", den Unternehmen die Entscheidungswege verkürzt, erleichtere Abläufe auf Seiten der Wirtschaft enorm, so Hering weiter. Neben dem bei den Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord (Koblenz) und Süd (Neustadt) angesiedelten "Einheitlichen Ansprechpartner" (EAP) gebe es auch auf kommunaler Ebene eine Reihe von solchen Angeboten, die mit dem EAP sinnvoll ergänzt werden.

Das Wirtschaftsministerium werde daher beim Wettbewerb "Mittelstandsfreundliche Kommunen" 2010 das Thema "Kommunaler Mittelstandslotse" im weitesten Sinne aufgreifen, um Beispiele guter kommunaler Wirtschaftsförderung aufzuzeigen und weitere kommunale Aktivitäten auf diesem Gebiet anzuregen. Dies sei auch ein zentrales Anliegen im Rahmen der Initiative „Bürokratieabbau konkret“ der Landesregierung.

Im Rahmen des Landeswettbewerbs werden deshalb im Jahr 2010 erstmals zwei Arten von Auszeichnungen vergeben:

Zum einen werden in bewährter Weise Kommunen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise durch mittelstandsfreundliches Verhalten und bereits durchgeführte Maßnahmen in den Handlungsfeldern der Mittelstandsfreundlichkeit auszeichnen. Im besonderen Blickpunkt stehen bei der erneuten Ausschreibung diesmal Aspekte rund um die Themen „Bestandspflege“ und „Standortmarketing“.

Zum anderen werden im Rahmen eines Ideen-Konzeptwettbewerbs 2010 erstmals Konzepte für zukünftige, neue oder ergänzende, Aktivitäten im Bereich kommunaler Beratungs-, Betreuungs- und Genehmigungsdienstleistungen bei der Ansiedlung und Bestandspflege von kleinen und mittleren Unternehmen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird mit einem Preisgeld verbunden sein, das zweckgebunden im Rahmen der Umsetzung der Konzepte zu verwenden ist.

Der Wettbewerb findet 2010 zum sechsten Mal statt und wird gemeinsam mit den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern, dem Landesverband der Freien Berufe, dem Landesverband Einzelhandel Rheinland-Pfalz, der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), den kommunalen Spitzenverbänden und unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Mittelstandsökonomie Trier (Inmit) durchgeführt. Darüber hinaus wird dieses Jahr das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer in der Jury vertreten sein.

Zusammen mit den Ausschreibungsunterlagen ist auch ein Online-Check zur Mittelstandsfreundlichkeit im Internet auf den Seiten des Wettbewerbs (siehe Link) verfügbar. Dieser soll kommunalen Vertretern auf Basis von 27 Fragen eine erste Einschätzung der Mittelstandsfreundlichkeit ihrer Kommune geben und ist vom Inmit als „Selbst-Check“ für Kommunen konzipiert.

Jeder Vorschlag von Unternehmen oder Bewerbungen von Kommunen müssen mit einem ausgefüllten Erfassungsbogen eingereicht werden. Die Bogen sind ab sofort über das Internet erhältlich. Dort kann auch ein Vorschlag online direkt eingereicht werden auf den Seiten des Wettbewerbs.

Die Ausschreibungsfrist für die Einreichung der Erfassungsbogen endet am 19. März 2010.

Die Bogen sind auch erhältlich über das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, über das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. oder bei den Kammern, Verbänden, den kommunalen Spitzenverbänden und Kommunen.

(MWVLW)