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Wirtschaft | Di, 01.04.2014 14:12

Rückgang bei gewerblichen Existenzgründungen verlangsamt sich

Die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen in Deutschland ist im Jahr 2013 zwar insgesamt wiederum um 8.500 gesunken, dennoch zeigte die vermehrte Förderung von Gründungswilligen durch die Bundesagentur für Arbeit im zweiten Halbjahr 2013 Wirkung. Erstmals seit 2010 (418.000 Gründungen) verlangsamte sich der Rückgang nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.


Von 2011 auf 2012 sanken die Gründungszahlen deutlich um 13,7 Prozent von 401.000 auf 346.000. Dagegen war im vergangenen Jahr nur ein Rückgang um 2,4 Prozent auf 338.000 Existenzgründer zu beobachten.

Bei den gewerblichen Unternehmensschließungen ist ebenfalls eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen. Die Zahl sank  von 371.000 im Jahr 2012 auf 354.000 im vergangenen Jahr. Dennoch bleibt der sogenannte „Gründungssaldo“, die Differenz aus Gründungen und Schließungen, mit rund 16.000 Unternehmen negativ.

„Tendenziell wirkt sich weiterhin die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt negativ auf das Gründungsgeschehen aus, da die Erwerbstätigen attraktive alternative Beschäftigungsmöglichkeiten finden. Zugleich ist zu beobachten, dass das Gründungsgeschehen nach wie vor entscheidend durch die ausländischen Existenzgründer beeinflusst wird. Ihr Anteil steigt seit 2003 kontinuierlich und lag im vergangenen Jahr mit 46,5 Prozent bei gut der Hälfte aller Gründungen“, konstatiert Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.

Die meisten gewerblichen Gründungen finden weiterhin in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg statt. Bezogen auf den Gründungssaldo liegen jedoch Berlin und Bayern an der Spitze.

(Redaktion)