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KMU & Freiberufler | Do, 11.10.2012 10:17

Schimmelbefall: Gefahr für Unternehmen

Undichte Fenster, kalte Außenwände oder feuchte Ecken: Schimmel in der Immobilie kann viele Ursachen und vor allem schwerwiegende Folgen haben. Gerade mit Beginn der „kalten Jahreszeiten“ ist auch bei Unternehmen ein wachsames Auge und besondere Vorsicht geboten. In den Herbst- und Wintermonaten steigt die Zahl der Gebäude, welche vom Schimmel heimgesucht werden.


Die Hauptursache von Schimmelbefall ist Feuchtigkeit. Diese entsteht unter anderem durch defekte Wasserleitungen, durch Kondens-/ Tauwasser, durch Eindringen von Schmelz-/ Regenwasser an undichten Stellen des Gebäudes und auch beim Atmen.

Wird dieser angehäufte Wasserdampf nicht fachgerecht entlüftet, reichert er sich in der Raumluft an und sucht gezielt kalte Stellen im Gebäude. Diese Bereiche bieten für Schimmelpilze einen optimalen Nährboden.

Für Unternehmen birgt Schimmel enorme Gefahren. Schimmel breitet sich häufig unbemerkt an schlecht einsehbaren Stellen aus, wie zum Beispiel hinter Wandverkleidungen, Tapeten oder sogar unter dem Fußbodenbelag. Von den Pilzsporen betroffen sind dabei nicht nur Altbauten: Rund die Hälfte aller Neubauten hat mit der Schimmelproblematik zu kämpfen.

In der Konsequenz hat Schimmelbefall für Unternehmen neben den Kosten für die fachgerechte Schimmelbeseitigung vor allem erhöhte gesundheitliche Risiken für die Mitarbeiter zur Folge, die man keinesfalls unterschätzen sollte. Schimmel kann je nach Art, Gattung, Menge und Kontaktdauer unterschiedliche Gesundheitsstörungen auslösen.

Der Ausfall von Mitarbeitern stellt für jedes Unternehmen eine enorme Bedrohung dar, wie eine Risiko-Studie des IMWF (Institut für Management- und Wirtschaftsforschung) bestätigt. Demnach halten 62% der Risikoverantwortlichen in deutschen Unternehmen Mitarbeiterausfall für die größte Bedrohung für den wirtschaftlichen Fortbestand von Unternehmen. Die Folgen für das Unternehmen sind schwerwiegend und schlagen sich häufig spürbar in einem Rückgang der Produktion und der Umsätze wieder.

Hilfreiche Informationen für die Schimmelvorsorge – „Richtig heizen & lüften“ erhalten Sie aus der aktuellen Themenbroschüre vom Sanierungsexperten Rainbow International. Das Franchise-System Rainbow International hat sich auf die Sanierung von Wasser- / Brand- und deren Folgeschäden spezialisiert. Das Unternehmen sieht sich jedoch immer stärker mit der aufkommenden Schimmelproblematik in Immobilien konfrontiert.                                                   

Maßnahmen zur Vorbeuge:

  • Räume, die nicht oft benutzt werden oder in denen niedrigere Temperaturen bevorzugt werden, sollten ebenfalls beheizt werden.
  • Möbel nicht direkt an die Außenwände stellen! Diese wirken dämmend und verhindern die Temperaturaufnahme der Wand.
  • Verkleidungen oder Vorhänge dürfen die Wärmeabgabe von Heizkörpern nicht einschränken oder behindern. Dies führt in vielen Fällen zu einem Wärmestau.
  • Türen zu weniger beheizten Räumen bestenfalls geschlossen halten, da sonst warme, feuchte Luft an die kalten Wände strömt.
  • Blattpflanzen in vollbeheizten Büros unterbringen, da deren Gießwasser in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgegeben wird.
  • Lüften ist wichtig! Die Grundregel: 1. möglichst oft (Winter: 4-5 Mal pro Tag; Sommer: mind. 2 Mal pro Tag), 2. möglichst kurz (5-10 Minuten), 3. möglichst kräftig (auf Durchzug achten).
  • Jede Dauerlüftung durch Kippen von Fenstern kostet mehr Energie und fördert Kondensationsbildung.
  • Große Wasserdampfmengen sofort nach außen ableiten und nicht über offene Türen im Gebäude verteilen lassen.

(Redaktion)