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Wirtschaft | Mi, 08.07.2015 10:28

Schlechte Chancen für Hauptschüler beim Berufseinstieg

Mit ihrem Zeugnis in der Tasche starten bald zahlreiche Jugendliche ins Berufsleben. Hauptschüler haben dabei weitaus schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, als junge Leute mit anderen Schulabschlüssen. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Randstad-ifo-flexindex Q1/2015. Der Großteil der Auszubildenden in den Unternehmen hat mindestens Mittlere Reife.


In der Sonderfrage des aktuellen Randstad-ifo-flexindex wurden mehr als 1.000 Personalleiter gefragt, welcher Schulabschluss unter den Auszubildenden im Unternehmen am häufigsten vorkommt. Hauptschüler sind mit einem Anteil von 17 Prozent deutlich abgeschlagen. 24 Prozent der Azubis verfügen über Abitur.

„Eine mögliche Ursache dafür ist, dass immer mehr Unternehmen in ihren Lehrstellenausschreibungen zumindest die Mittlere Reife verlangen. Auf der anderen Seite nimmt aufgrund sinkender Schülerzahlen auch die Zahl der Hauptschulabsolventen ab“, so Petra Timm, Director Communications bei Randstad Deutschland. Realschulabsolventen stellen bei den Auszubildenden in Unternehmen die Mehrheit (59 Prozent), wie die Personalleiterbefragung zeigt.

Damit setzt sich ein Trend fort. Bereits in den vergangenen Jahren haben Arbeitgeber immer weniger Ausbildungsverträge mit Hauptschulabsolventen abgeschlossen. Das trifft insbesondere auf große Unternehmen zu. Bei kleineren Betrieben haben Hauptschüler bessere Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. So liegt der Anteil dieser Gruppe bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern bei 22 Prozent. Zum Vergleich: Bei Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten sind es nur neun Prozent.

(Redaktion)