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Wirtschaft | Do, 04.08.2011 10:24

Stadtkreis Ulm: Spitzenwert beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2009

Im Jahr 2009 haben die Stadtkreise – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner – die Rangliste der baden-württembergischen Kreise angeführt. Dabei erreichte der Stadtkreis Ulm mit fast 53.540 Euro den höchsten Pro-Kopf-Wert, dicht gefolgt vom Stadtkreis Stuttgart mit 53.480 Euro. Ebenfalls sehr hohe Werte mit über 50.000 Euro je Einwohner wiesen die Stadtkreise Karlsruhe (50.910 Euro) und Mannheim (50.290 Euro) auf. Dies teilte das Statistische Landesamt mit.


Am unteren Ende der Rangfolge mit einer Wirtschaftskraft von unter 22.000 Euro und damit weniger als die Hälfte der Werte der Spitzengruppe lagen die Landkreise Calw, Breisgau-Hochschwarzwald, Enzkreis und Emmendingen. Von den Flächenkreisen schnitt der Landkreis Böblingen mit einem Pro-Kopf-Wert von gut 36.350 Euro am besten ab. Im Landesdurchschnitt belief sich das auf die Einwohner bezogene Bruttoinlandsprodukt, dem Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen, auf gut 31.750 Euro.

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stellt eine wichtige Kennzahl zur Messung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität und somit des wirtschaftlichen Entwicklungsstandes einer Region dar. Es ist allerdings zu beachten, dass die vergleichsweise hohen Pro-Kopf-Werte in Zentren wie den Stadtkreisen durch Pendlerbewegungen stark beeinflusst werden.

Berufseinpendler tragen zwar zur regionalen Wirtschaftsleistung bei, sind aber nicht in der Wohnbevölkerung des entsprechenden Kreises berücksichtigt, die als Bezugsgröße herangezogen wird. Dadurch wird das BIP je Einwohner in Gebietseinheiten mit Einpendlerüberschuss tendenziell zu hoch ausgewiesen, in Kreisen mit negativem Pendlersaldo (Auspendlerüberschuss) eher unterschätzt. Dieser Sachverhalt zeigt sich insbesondere beim Vergleich der Wirtschaftskraft zwischen den Stadt- und Landkreisen. Während die Stadtkreise im Durchschnitt ein Pro-Kopf-BIP von knapp 47.930 Euro erwirtschafteten, erzielten die Landkreise durchschnittlich lediglich rund 28.080 Euro je Einwohner.

(Redaktion)