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Vermischtes | Fr, 04.09.2015 09:27

Stärkste Zuwanderung nach Baden-Württemberg seit 1992

Die Wanderungsbilanz Baden‑Württembergs wies im Jahr 2014 einen Gewinn von 89.600 Personen auf. Dieser Saldo ergab sich aus den insgesamt 381.100 Zuzügen und 291.500 Fortzügen über die Landesgrenzen. Damit fiel das Wanderungsplus im vergangenen Jahr nochmals deutlich höher aus als 2013. Seinerzeit lag dieses bei 70.200 Personen. Letztmalig höher als im Jahr 2014 war der Wanderungsgewinn des Landes nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Jahr 1992, als per Saldo 125.300 Personen zuzogen.


Die Zunahme des Wanderungsgewinns gegenüber 2013 beruht darauf, dass die Zahl der Zuzüge in den Südwesten deutlich angestiegen ist (+43.500). Zwar hat sich auch die Zahl der Fortzüge aus BadenWürttemberg gegenüber 2013 erhöht, der Anstieg um 24.000 Personen fiel aber erheblich schwächer aus als bei den Zuzügen. Hieraus ergab sich ein Anstieg des Wanderungsgewinns gegenüber 2013 um 19.400 Personen.

Der positive Wanderungssaldo im vergangenen Jahr resultierte ausschließlich aus einem Wanderungsgewinn gegenüber dem Ausland (+90.000). Dagegen war der Wanderungssaldo gegenüber dem übrigen Bundesgebiet sogar leicht negativ (−400). Letztmalig hatte BadenWürttemberg im Jahr 2012 einen geringen Wanderungsgewinn gegenüber den anderen Bundesländern (+1.900). Die stärksten Wanderungsverflechtungen BadenWürttembergs mit dem Ausland bestehen naturgemäß mit dem übrigen Europa. Mehr als vier Fünftel der Zu- und Fortzüge im Jahr 2014 betrafen Umzüge von bzw. in andere europäische Staaten. Im Vergleich zu 2013 hat sich der Wanderungsgewinn gegenüber den europäischen Staaten nochmals erhöht und zwar um 9.900 auf 68.000 Personen.

Die höchsten Wanderungsgewinne wurden im Jahr 2014 gegenüber Rumänien (+18.500), Italien (+9.000) und Kroatien (+7.200) erzielt. Am vierthäufigsten wanderten Menschen aus Syrien zu. Der Wanderungssaldo gegenüber diesem asiatischen Staat lag im vergangenen Jahr bei 6.700 Menschen und damit annähernd viermal so hoch wie noch in 2013. Vor allem der starke Anstieg der Zuwanderung aus Syrien hat dazu geführt, dass sich der Wanderungsgewinn gegenüber Asien um 5.400 auf 15.100 im Jahr 2014 erhöht hat. Auch aus Afrika wanderten mehr Menschen zu als fort (+6.700). Dagegen war die Wanderungsbilanz sowohl gegenüber Amerika als auch gegenüber Australien und Ozeanien annähernd ausgeglichen (+600 bzw. −100).

Im Vergleich zum Jahr 2013 haben sich im vergangenen Jahr die Wanderungsströme und damit auch die Wanderungssalden nicht nur gegenüber Syrien, sondern auch gegenüber anderen Staaten zum Teil deutlich verändert. Relativ stark angestiegen sind sie unter anderem gegenüber Rumänien (+7.900), Kroatien (+4.400) und der Republik Kosovo (+1.800). Stark zurückgegangen sind die Wanderungsgewinne dagegen insbesondere gegenüber Polen (−2.400), Ungarn (−2.000) und Griechenland (−1.300). BadenWürttemberg hatte im vergangenen Jahr, wie auch bereits in den Jahren zuvor, nur gegenüber wenigen Staaten Wanderungsverluste. Mit Abstand am stärksten waren diese gegenüber der Schweiz (−2.200), gefolgt von der Türkei (−1.000) und den Vereinigten Staaten (−600).

(Redaktion)