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KMU & Freiberufler | Mi, 09.04.2014 13:06

Starke Nachfrage, höhere Preise - 2014 wird ein gutes Jahr für Unternehmensverkäufe

Von: Kerstin Ott

Tragen Sie sich schon länger mit dem Gedanken, Ihr Unternehmen zu verkaufen? Dann sollten Sie jetzt handeln. Denn das Jahr 2014 bietet optimale Voraussetzungen, um eine Entscheidung über die Nachfolge zu treffen.


Auch wenn der europäische M&A-Markt immer noch stark von der Eurokrise geprägt ist: Erfolgreiche deutsche Mittelständler stehen auf der Wunschliste ausländischer Investoren derzeit ganz weit oben. Vor allem Innovationsführer sind für potenzielle Interessenten aus den aufstrebenden Wirtschaftsnationen attraktiv. Die BRICS-Staaten, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, beeinflussen mit ihrem Wachstum die weltwirtschaftliche Entwicklung enorm. Meine Prognose lautet: Die deutsche Wirtschaft wird davon profitieren.

Schon 2013 war für den deutschen M&A-Markt ein gutes Jahr. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres, für das nun verbindliche Zahlen vorliegen, stieg die Zahl der Transaktionen im Vergleich zu den Vorjahren weiter leicht an. Auch der „relative Indexwert“, der neben der Anzahl der Transaktionen auch den erzielten Kaufpreis berücksichtigt, erreichte einen besseren Wert als in den vorherigen Quartalen.

Vor allem Interessenten aus Asien sind zurzeit aktiv. Sie versuchen über erfolgreiche mittelständische Unternehmen erstmals auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Deutschland bietet dafür aktuell die stabilsten Rahmenbedingungen. Doch die Suche nach geeigneten Kaufobjekten gestaltet sich schwierig – Wirtschaftsunternehmen mit ansprechenden Entwicklungsaussichten sind nur vereinzelt am Markt vorhanden. Und diese werden von einer Vielzahl von Investoren umworben.

Je stärker die Nachfrage, desto höher die Preise: Viele Investoren haben Anlagedruck und suchen händeringend nach geeigneten Investitionsobjekten. Beim Verkauf ihrer Unternehmen werden Inhaber daher im Jahr 2014 im Durchschnitt höhere Verkaufspreise erzielen als noch in den Jahren zuvor. Dass Unternehmenstransaktionen weiterhin steuerlich begünstigt werden, spricht ebenfalls dafür, zeitnah über eine anstehende Nachfolge zu entscheiden.

Neben einer vollständigen Übernahme sind ausländische Investoren auch an Minderheitsbeteiligungen oder Joint Ventures interessiert. Dies kann vor allem für mittelständische Betriebe interessant sein, für die in den nächsten Jahren große Investitionen anstehen.

Doch wie kommen Verkäufer und Investoren über Länder- und kulturelle Grenzen hinweg zusammen? Mein Rat: Wer sich mit dem Gedanken trägt, sein Unternehmen zu verkaufen, sollte auf das Know-how erfahrener M&A-Experten setzen. Diese haben nicht nur entsprechende Kontakte und können interessante Verkaufsgespräche anbahnen, sondern den Verkaufsprozess auch detailliert vorbereiten und begleiten. Dazu zählt auch eine professionelle Unternehmensbewertung, durch die der Unternehmensinhaber eine realistische Kaufpreisvorstellung erhält.

Zur Autorin: Dipl.-Kauffr. (FH) Kerstin Ott ist seit 2002 als Projektleiterin im Bereich Financial Advisory Services für die seneca Corporate Finance GmbH (www.seneca-cf.de) tätig. Zu Kerstin Otts fachlichen Schwerpunkten gehören Unternehmensanalyse, Business Pläne, Unternehmensbewertungen sowie die allgemeine Transaktionsberatung in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Recycling/Rohstoffe, Zeitarbeit, Lebensmittel sowie der Medizintechnik. Vor ihrer Zeit bei seneca Corporate Finance war sie u. a. für Siemens Business Services und Fujitsu-Siemens Computer tätig. Sie studierte BWL in Nürnberg, Stockholm und New York.