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Wirtschaft | Di, 15.03.2011 08:05

Stellenzuwachs im Südwesten steigt erstmals wieder stärker als bundesweit

Mit dem kräftigen konjunkturellen Aufschwung hat sich die Beschäftigungslage in Baden-Württemberg im 4. Quartal 2010 weiter verbessert. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, gab es im Schlussquartal 2010 insgesamt 5,66 Millionen Arbeitsplätze im Land, 66.000 oder 1,2 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen um gut 56.000 bzw. 1,0 Prozent, fast so stark wie zuletzt im Hochkonjunkturjahr 2007 (+ 1,1 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2010 waren in Baden-Württemberg insgesamt 5,59 Millionen Personen erwerbstätig, fast 23.000 oder 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.


Im Schlussquartal 2010 war die Erwerbstätigenentwicklung in Baden-Württemberg erstmals seit dem 3. Quartal 2008 wieder stärker als bundesweit. In Deutschland waren im 4. Quartal 2010 insgesamt 41 Mill. Personen erwerbstätig, 422.000 oder 1,0 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Die positiven Tendenzen auf dem baden-württembergischen Beschäftigungsmarkt verstärkten sich sowohl im Produzierenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Im 4. Quartal 2010 waren im Produzierenden Gewerbe erstmals seit Ende 2008 wieder mehr Personen erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Dort nahm die Zahl der Arbeitsplätze um 13.000 auf fast 1,78 Mill. zu (+ 0,7 Prozent). Im größten Industriebereich, dem Verarbeitenden Gewerbe, stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 6.000 auf 1,45 Mill. (+ 0,4 Prozent).

Die Dienstleistungsunternehmen des Landes setzten ihre dynamische Erwerbstätigenentwicklung weiter fort. Insgesamt waren im 4. Quartal 2010 fast 3,79 Millionen Erwerbstätige in diesem Sektor tätig, 55.000 oder 1,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Den stärksten Stellenzuwachs im Dienstleistungsbereich verbuchen derzeit die Unternehmensdienstleister, die im 4. Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr ein Plus von über 34.000 Arbeitsplätzen verzeichneten. Ausschlaggebend hierfür war die Zeitarbeitsbranche, die als Frühindikator auf dem Arbeitsmarkt gilt.

(Redaktion)