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Vermischtes | Fr, 26.11.2010 11:10

Studie „Systemanalyse BWe mobil" zur Elektromobilität in Baden-Württemberg veröffentlicht

„Der verstärkte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)-Lösungen spielt im Bereich der Elektromobilität eine Schlüsselrolle. Dadurch können die Akzeptanz der Verbraucherinnen und Verbraucher hinsichtlich der Elektromobilität gefördert und neue Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale generiert werden“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart. Dies sei unter anderem das Ergebnis der Studie „Systemanalyse BWe mobil“, die das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie – e-mobil BW – im Rahmen des ersten Technologietages der e-mobil BW in Stuttgart vorstellten. Die Studie wurde von e-mobil BW erstellt und vom Wirtschaftsministerium finanziert.


„Elektromobilität muss systematisch gedacht werden: Neben der Kompetenz hinsichtlich alternativer Antriebskonzepte sind Know-how im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der notwendigen Energie-Infrastruktur wichtige Erfolgsfaktoren für die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätslösungen“, so der Minister. Mit der vorliegenden Studie schaffe man eine wichtige Basis, um weitere Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale auf dem Weg zur Elektromobilität aufzuzeigen.

„IKT-Anwendungen spielen als Schnittstellentechnologie eine zentrale Rolle für zukünftige Mobilitätslösungen und das Gesamtsystem Elektromobilität. Sie machen eine reibungslose und effiziente Verknüpfung der Fahrzeuge sowie der Energie-, Lade- und Verkehrsinfrastruktur erst möglich“, sagte e-mobil BW-Geschäftsführer Franz Loogen. Baden-Württemberg verfüge bereits heute in den Bereichen IKT, Ladeinfrastruktur und Flottenmanagement über eine sehr gute Ausgangsposition, um den Wandel hin zur Elektromobilität mit Systemkompetenz aktiv gestalten und prägen zu können. Insbesondere im Bereich der Verkehrstelematik sehe man große Chancen für mehr Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Für die Herstellung, Installation und den Betrieb von Ladestationen – auch aufgrund der zu erwartenden steigenden globalen Nachfrage – sieht die Studie Wachstumsperspektiven. Die gut aufgestellten und exportstarken Unternehmen in Baden-Württemberg können von dieser Entwicklung profitieren.

„Die e-mobil BW sieht ihre Aufgabe darin, die vielen mittelständischen Unternehmen bei diesem Innovationsprozess hin zu marktorientierten neuen Mobilitätslösungen zu unterstützen. Jetzt gilt es, die vielen guten Ideen schnell in konkrete Produkte für den Weltmarkt umzusetzen“, so Franz Loogen.

Die Systemanalyse zeigte auch, dass die deutschen Stromnetze schon heute die Zahl von einer Million Elektrofahrzeugen verkraften können. Allerdings macht sie auch klar, dass für eine effiziente Ausnutzung der Netze und zur Vermeidung lokaler Engpässe, vor allem bei höheren Ladeleistungen, eine intelligent vernetzte Ladeschnittstelle auch für die Heimladung erforderlich ist. Diese können zukünftig auch Netzdienstleistungen durch Elektrofahrzeuge wie Lastverlagerungen, Spannungsstabilisierung und Netzrückspeisungen ermöglichen und somit eine effiziente Einbindung erneuerbarer Energiequellen in die Stromversorgung unterstützen.

(Redaktion)