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| Mi, 17.02.2010 09:35

Studierende der Uni Stuttgart konzipieren Zeppelin-Ausstellung

Zeppeline sorgten schon durch ihre äußere Erscheinungsform für Faszination. Das 1936 fertig gestellte Luftschiff Hindenburg war beispielsweise 245 Meter lang, hatte einen Durchmesser von bis zu 41,2 Metern und stellte damit das größte je gebaute Luftschiff dar. Doch nicht nur der äußere Schein war beeindruckend, erst die verwendeten Materialien ermöglichten die technischen Höchstleistungen und die enormen Ausmaße der Zeppeline überhaupt.

Innenansicht eines Zeppelins (LZ 120) mit noch nichtgefüllten Gaszellen. Gut zu erkennen sind auch die Stabilisierungsringe mit Dreiecksträgern aus Duralumin. (Bild: Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH)

Innenansicht eines Zeppelins (LZ 120) mit noch nichtgefüllten Gaszellen. Gut zu erkennen sind auch die Stabilisierungsringe mit Dreiecksträgern aus Duralumin. (Bild: Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH)


Studierende der Universität Stuttgart aus den Bereichen Geschichte der Naturwissenschaften und Technik sowie Luft- und Raumfahrttechnik untersuchten im Rahmen eines Seminars diese Materialien und ihre Geschichte. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit entwickelten sie in enger Kooperation mit dem Zeppelin Museum Friedrichshafen eine Ausstellung. Vom 26. Februar bis zum 25. April 2010 präsentieren nun beide Institutionen die Sonderausstellung: „220 Tonnen - leichter als Luft. Materialgeschichte der Hindenburg“.

Dem Besucher bieten sich sowohl Einblicke in die Konstruktion der Luftschiffe und die verwendeten Werkstoffe wie Metalle, Gase, Stoffe, Beschichtungen und Lacke als auch deren historische Entwicklung und Produktionsprozesse. Die Ausstellung veranschaulicht, wie wichtig Auswahl und gewichtssparender Einsatz leistungsstarker Materialien vor über 70 Jahren für die Entstehung des „Riesen der Lüfte“ war. Alle eingesetzten Werkstoffe sollten zwar äußerst leicht sein, doch trotzdem musste die Konstruktion des riesigen Gerippes ausreichende Stabilität gewährleisten. Um Gewicht zu sparen, kamen für die „Hindenburg“ Leichtmetalle wie Aluminium und Duralumin zum Einsatz, die durch Nieten verbunden wurden. Die Gaszellen bestanden aus beschichteten Ballonstoffen und mussten möglichst gasdicht sein. Als Traggas war zunächst Helium geplant. Aufgrund von Versorgungsproblemen wurde schließlich, wie bei früheren Zeppelinen, Wasserstoff eingesetzt. Außen war der Zeppelin mit Stoff bespannt, der durch die Behandlung mit speziellen Lacken Schutz vor äußeren Einflüssen bot.

Die von den Stuttgarter Studierenden konzipierte Sonderausstellung ergänzt mit ihrem Blickwinkel auf die technischen Eigenschaften der Materialien die Dauerausstellung des Museums zur Geschichte der Luftschifffahrt.

Eröffnung am 25. Februar 2010 um 20.00 Uhr

Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestr. 22, 88045 Friedrichshafen

Öffnungszeiten des Museums: Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr.

(Uni Stuttgart)