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Wirtschaft | Di, 28.05.2013 10:25

Stuttgart umsatz- und exportstärkste Region im Südwesten

Die konjunkturelle Abkühlung des Jahres 2012 hat den regionalen Umsatz- und Beschäftigtenanstieg in der baden-württembergischen Industrie gebremst. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich 2012 die Zahl der Industriebeschäftigten in insgesamt 30 der 44 baden-württembergischen Stadt- und Landkreise. Allerdings fiel der Zuwachs zumeist moderat aus. Die größte Beschäftigtenzunahme verzeichnete der Stadtkreis Stuttgart mit einem Plus von 1.785 Personen. Das ergaben Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


In der Rangliste folgen der Ostalbkreis mit einem Zuwachs von 1.470 Personen und der Landkreis Göppingen mit einem Plus von 1.367 Personen. Gegenüber dem Vorjahr, in dem insgesamt 18 Kreise einen Anstieg von mehr als 1.000 Industriebeschäftigten aufwiesen, konnte dieses Ergebnis 2012 neben den genannten Kreisen jedoch nur noch der Landkreis Ludwigsburg (+ 1.185 Personen) erreichen. Die stärksten Personaleinbußen traten im Landkreis Konstanz ( 410 Personen), dem Stadtkreis Heilbronn ( 478 Personen) sowie dem Landkreis Waldshut ( 537 Personen) auf.

Die Rangliste der Kreise mit den meisten Industriebeschäftigten führt wie im Vorjahr der Landkreis Böblingen mit 66.765 Personen an. Danach folgen der Stadtkreis Stuttgart mit 63.414 Personen und dessen Nachbarkreise Esslingen (61.913 Personen) und Ludwigsburg (55.146 Personen). Alle vier Kreise gehören zur Region Stuttgart. In diesem industriellen Kernraum Baden-Württembergs ist jeder vierte Industriearbeitsplatz des Landes (25,8 Prozent) angesiedelt.

Mit weniger als 10.000 Industriebeschäftigten bilden die Stadtkreise Freiburg (9.494 Personen), Heidelberg (9.331 Personen) und Baden-Baden (4.483 Personen) das Ende der Rangliste. Auf diese Kreise entfielen lediglich 1,9 Prozent der Arbeitsplätze in der Südwestindustrie.

Die umsatzstärkste Region Baden-Württembergs war erneut mit großem Abstand die Region Stuttgart. Im Jahr 2012 wurden hier Erlöse von 92,9 Milliarden Euro erzielt. Das ist jeweils ungefähr dreimal so viel wie in den im Ranking nachfolgenden Regionen Heilbronn-Franken (33,7 Mrd. Euro) und Mittlerer Oberrhein (31,6 Mrd. Euro). Zusammen fielen in diesen drei Regionen 2012 etwas mehr als die Hälfte der gesamten Umsätze in der Südwestindustrie an (51,2 Prozent). Die umsatzschwächste Region war die Region Hochrhein-Bodensee mit einem Umsatzvolumen von 13,4 Mrd. Euro.

Im Vergleich zu 2011 konnten lediglich fünf der insgesamt zwölf Regionen des Landes einen Umsatzanstieg verzeichnen. Das stärkste absolute Plus wies die Region Stuttgart mit 4,4 Mrd. Euro (+ 5 Prozent) auf. Prozentual gesehen verzeichneten die Regionen Mittlerer Oberrhein (+ 1,7 Mrd. Euro bzw. + 5,7 Prozent) und Neckar-Alb (+ 0,9 Mrd. Euro bzw. + 6,8 Prozent) leicht höhere Zuwächse. Deutlich im Minus war die Region Rhein-Neckar (- 1,4 Mrd. Euro bzw. - 5,3 Prozent).

Auch im Hinblick auf die Exportorientierung lag die Region Stuttgart an der Spitze. Die Industriebetriebe der Region realisierten im Jahr 2012 mit 58,1 Mrd. Euro die höchsten Auslandsumsätze unter den Regionen und hatten mit einem Plus von 5,5 Mrd. Euro oder 10,5 Prozent im Vorjahresvergleich zudem absolut und prozentual gesehen den stärksten Zuwachs zu verzeichnen. Die Exportquote der Region Stuttgart stieg um 3,1 Prozentpunkte auf 62,6 Prozent, was den erneut höchsten Wert unter den Regionen darstellt (zum Vergleich Südwestindustrie 2012: 51,2 Prozent). Die niedrigste Exportquote wies die Region Nordschwarzwald auf (32 Prozent).

(Redaktion)