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Wirtschaft | Mi, 04.05.2011 08:10

Südwestindustrie: Auftragsplus von 2,1 Prozent im März 2011

Die Nachfrage nach Industrieprodukten aus Baden-Württemberg entwickelt sich weiterhin lebhaft. Die preisbereinigten Auftragseingänge der Südwestindustrie stiegen im März 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt zum Vormonat Februar deutlich um 2,1 Prozent. Der Nachfrageanstieg kann ausschließlich aus dem Auslandsgeschäft, das auch dank einzelner Großaufträge ein beachtliches Plus von 5,5 Prozent in die Auftragsbücher brachte. Das Inlandsgeschäft verzeichnete hingegen einen Orderrückgang um 2,1 Prozent. Dies teilte das Statistische Landesamt mit.


Einen spürbaren Nachfrageanstieg verbuchten die Investitionsgüterproduzenten (4,4 Prozent). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern gingen die Orders um 2,5 Prozent und bei den Konsumgüterproduzenten um 2,8 Prozent zurück. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber Dezember/Januar war das Auftragsvolumen der Südwestindustrie mit einem Plus von 6,8 Prozent weiter kräftig aufwärtsgerichtet. Insgesamt brachte das erste Quartal 2011 mit einem Nachfrageanstieg von 5,1 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2010 nochmals eine deutliche Belebung der Nachfrage.

Die Auftragsbücher der Südwestindustrie sind im Vergleich zum Vorjahresmonat gut gefüllt. Im März 2011 überschritten die Industrieaufträge das Vorjahresniveau preis- und arbeitstäglich bereinigt kräftig um 19,2 Prozent. In sehr guter Verfassung zeigte sich hierbei insbesondere das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 23,2 Prozent. Der Orderanstieg aus dem Inland fiel mit 13,9 Prozent nicht ganz so hoch aus.

Betrachtet man dagegen das gesamte erste Quartal 2011, übertrafen die Bestelleingänge der Südwestindustrie preis- und arbeitstäglich bereinigt das entsprechende Vorjahresergebnis kräftig um 17,4 Prozent. Die Inlandsnachfrage (17 Prozent) hat bei quartalsweiser Betrachtung inzwischen mit dem Auslandsgeschäft (17,9 Prozent) als Wachstumsmotor fast gleichgezogen. Einen starken Anstieg an Bestelleingängen gab es insbesondere bei den Investitionsgüterproduzenten, deren Auftragsplus das Vorjahresniveau um 22,2 Prozent übertraf. Im Vergleich hierzu fiel bei den Vorleistungsgüterproduzenten (10,2 Prozent) und den Konsumgüterproduzenten (4 Prozent) das Plus deutlich geringer aus.

Nahezu alle bedeutenden Industriebranchen im Land hatten einen gelungenen Start ins laufende Jahr. Im ersten Quartal 2011 verzeichnete im Vorjahresvergleich in erster Linie der Maschinenbau einen kräftigen Nachfrageboom. Hier stieg die Nachfrage preis- und arbeitstäglich bereinigt um 31,2 Prozent. Auch die Hersteller von Metallerzeugnissen verbuchten ein hohes Auftragsplus (20,7 Prozent). Demgegenüber blieb der Nachfrageanstieg in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (15,9 Prozent), der Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (13,4 Prozent) und in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (10,3 Prozent) sowie der Metallerzeugung und bearbeitung (9,7 Prozent) bereits deutlich hinter dem Wachstumstempo der Südwestindustrie zurück. Zu einem spürbaren Nachfragerückgang kam es lediglich bei der Herstellung von Papier, Pappe und deren Artikeln (‑ 4,8 Prozent) und insbesondere in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (‑ 6,4 Prozent).

(Redaktion)