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Wirtschaft | Di, 18.08.2009 09:57

Südwestindustrie erzielte im Juni 29 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und der damit einhergehende massive Nachfrage- und Produktionseinbruch hat auch in der Umsatzentwicklung der Südwestindustrie kräftige Bremsspuren hinterlassen.


Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gingen die Umsätze preisbereinigt im Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat wie bereits in den Vormonaten erneut stark zurück (‑29 Prozent). Damit erzielten die Industriebetriebe im Land bereits den neunten Monat in Folge einen geringeren Umsatz als im Vorjahr. Die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft brachten im Juni 2009 ein Minus von 33 Prozent in die Kassen. Etwas weniger kräftig fiel der Rückgang beim Inlandsumsatz aus, der um 24,5  Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurückblieb. Im Vergleich zum Vormonat stieg im Juni der Umsatz der Industrie ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau um 11 Prozent an.

Der kräftige Umsatzeinbruch der vergangenen Monate sorgte in der Halbjahresbilanz 2009 insgesamt für ein dickes Minus: Preisbereinigt blieb der Umsatz der Südwestindustrie um 30,5 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Ein Umsatzrückgang in diesem Ausmaß ist in der Geschichte des Landes ohne Beispiel. Mit einem kräftigen Minus von 36,5 Prozent ging der Auslandsumsatz deutlich stärker zurück als der Inlandsumsatz (‑23 Prozent). Im Vergleich zu den Vorjahresquartalen fiel der Umsatzeinbruch im zweiten Quartal 2009 (‑31,5 Prozent) noch etwas stärker aus als im ersten Quartal (‑29 Prozent). In der Halbjahresbilanz verzeichneten die Hersteller von Investitionsgütern (‑36 Prozent) und die Hersteller von Vorleistungsgütern (‑27,5  Prozent) den stärksten Umsatzrückgang zum Vorjahr. Die Konsumgüterproduzenten blieben um 16,5 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Der kräftige Umsatzeinbruch hat so gut wie alle Branchen erfasst und ins Minus rutschen lassen. Unter den bedeutenden Industriebranchen des Landes verbuchte im ersten Halbjahr 2009 die Schlüsselbranche »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (‑46,5 Prozent) die stärksten Einbußen im Vergleich zum Vorjahr. Um etwa ein Drittel zurück ging der Umsatz in der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (‑33,5 Prozent) und in der »Metallerzeugung und –bearbeitung« (‑31,5 Prozent). Aber auch die »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« (‑ 30 Prozent) und der »Maschinenbau« (‑ 29,5 Prozent) stecken tief im Minus. Mit einem Minus von jeweils 1,5 Prozent fiel der Umsatzrückgang in der »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln« und in der »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« noch am geringsten aus.

(Quelle: Stat. Landesamt)