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Wirtschaft | Mo, 04.10.2010 09:58

Südwestindustrie im August 2010: Umsatzminus von real 2,7 Prozent

Die realen (preisbereinigten) Industrieumsätze sanken im August 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum Vormonat Juli um 2,7 Prozent. Die Inlandsumsätze stiegen moderat um 0,8 Prozent, während das Auslandsgeschäft deutlich um 5,9 Prozent zurückging. Leicht zulegen konnten die Erlöse der Konsumgüterhersteller (1,6 Prozent) und der Vorleistungsgüterproduzenten (0,5 Prozent). Ein deutliches Umsatzminus von 5,5 Prozent verzeichneten hingegen die Investitionsgüterproduzenten. Im von Schwankungen weniger beeinflussten Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni sanken die Umsätze um 1,1 Prozent.


Im Vergleich zum Vorjahresmonat übertrafen die arbeitstäglich bereinigten Industrieumsätze das entsprechende Vorjahresergebnis um 11,0 Prozent. Damit gab es im Vorjahresvergleich den achten Monat in Folge ein Umsatzplus. Das Auslandsgeschäft brachte mit tendenziell nachlassender Wachstumsdynamik ein Plus von 11,5 Prozent in die Kassen. Das Inlandsgeschäft legte deutlich um 10,4 Prozent zu.

Im Zeitraum Januar bis August 2010 übertrafen die arbeitstäglich bereinigten Industrieumsätze das entsprechende Vorjahresergebnis um 13,4 Prozent. Diese positive Entwicklung bestimmte maßgeblich das Auslandsgeschäft mit einer kräftigen Steigerung um 21,7 Prozent. Deutlich geringer fielen im Vergleich dazu die Umsatzzuwächse des Inlandsgeschäfts aus (5,7 Prozent). Getragen wurde die Umsatzerholung der Südwestindustrie in den ersten acht Monaten 2010 vor allem von den Produzenten von Vorleistungsgütern (16,3 Prozent) und den Herstellern von Investitionsgütern (16,1 Prozent). Bei den Konsumgüterproduzenten stiegen die Erlöse um 3,7 Prozent.

Nahezu alle Branchen konnten im Zeitraum Januar bis August 2010 Umsatzzuwächse verzeichnen. Im Vorjahresvergleich verbuchten insbesondere die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen eine besonders kräftige Umsatzausweitung. Hier stieg der Umsatz arbeitstäglich bereinigt um 31,9 Prozent. Starke Umsatzsteigerungen konnten auch die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (23,2 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (19,3 Prozent) und die Unternehmern der Metallerzeugung und −bearbeitung (18,6 Prozent) verbuchen. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (−5,1 Prozent) und die Unternehmen, welche die Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen anbieten (−13,2 Prozent) mussten Umsatzeinbußen hinnehmen.

(Redaktion)