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Wirtschaft | Do, 03.03.2011 07:55

Südwestindustrie im Januar 2011: Erstmals wieder mehr Beschäftigte als im Vorjahr

Die Zahl der Industriebeschäftigten im Südwesten lag im Januar 2011 nach gut zwei Jahren erstmals wieder über dem Vorjahresniveau. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die heimischen Industriebetriebe im Januar 2011 rund 1.029.100 Personen. Das waren 10.100 Personen oder 1 Prozent mehr als im Vergleich zum Januar des Vorjahres.


Bereits ab etwa Mitte 2010 war im Zuge des unerwartet rasanten Konjunkturaufschwungs von Monat zu Monat eine deutliche Abschwächung beim Rückgang an Industriebeschäftigten zu beobachten, der bei anhaltend günstiger Geschäftsentwicklung möglicherweise in den nächsten Monaten durch eine Phase mit Personalaufbau abgelöst werden könnte. Auch im Vergleich zum Vormonat Dezember stieg die Zahl der Industriebeschäftigten leicht an, und zwar um 800 Personen (0,1 Prozent). Zur Erinnerung: Einen spürbaren Personalaufbau in der Südwestindustrie gab es zuletzt in den Jahren 2007 mit einem Beschäftigtenplus von 17.400 Personen und 2008 mit 27.900  Personen, dessen Gesamteffekt durch die starken Verluste in den Krisenjahren 2009 (40.000 Personen) und 2010 (32.000 Personen) jedoch wieder deutlich ins Negative drehte. Das Jahr 2010 markierte zugleich den Tiefststand an Industriebeschäftigten im zurückliegenden Jahrzehnt.

Auch die Produktion der Südwestindustrie ist positiv in das neue Jahr gestartet. Die preisbereinigte Industrieproduktion stieg im Südwesten im Januar 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum Vormonat Dezember 2010 deutlich um 1,6 Prozent. Hohe Zuwächse verzeichneten die Hersteller von Vorleistungsgütern (3 Prozent), aber auch die Investitionsgüterproduzenten steigerten ihre Produktionsleistung um 1,9 Prozent. Die Produktion der Konsumgüterproduzenten sank hingegen leicht um 0,4 Prozent. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November stieg das Produktionsvolumen der Südwestindustrie um 0,4 Prozent.

Die Industrieumsätze übertrafen mit nominal 19,6 Milliarden Euro das niedrige Vorjahresergebnis kräftig um 3,8 Mrd. Euro (23,8 Prozent). Zum beachtlichen Umsatzplus trug sowohl das Auslandsgeschäft als auch die Binnennachfrage bei. Mit den Auslandskunden wurden Erlöse in Höhe von 10,3 Mrd. Euro erzielt, und damit 2,2 Mrd. Euro mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat (26,6 Prozent). Das Inlandsgeschäft (9,3 Mrd. Euro) brachte eine Umsatzsteigerung von 1,6 Mrd. Euro (20,8 Prozent). Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Januar 2011 bei 52,6 Prozent (zum Vergleich Januar 2010: 51,4 Prozent).

(Redaktion)