Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 19.03.2009 10:09

Südwestindustrie im Januar: Ende des Personalaufbaus

Industrieumsätze brechen mit Rekord-Minus ein / Umsatzrückgang von über 28 Prozent zum Vorjahr


Nachdem die Finanz- und globale Konjunkturkrise bereits zu einem kräftigen Nachfrageeinbruch und einer starken Produktionsdrosselung führte, strahlt sie nun auch verstärkt auf die Personalentwicklung der Südwestindustrie1) aus. Nach dem Höhepunkt zur Jahresmitte 2008 hatte der Personalaufbau kontinuierlich und stark an Tempo eingebüßt. Inzwischen dürfte der Einstellungsboom zum Stillstand gekommen sein.

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ging im Januar 2009 die Zahl der Industriebeschäftigten im Vergleich zum Januar des Vorjahres leicht um 800 auf 1 081 600 Personen zurück (‑0,1 Prozent). Damit war nach gut zwei Jahren erstmals wieder in einem Vergleich zum Vorjahresmonat ein Beschäftigtenrückgang zu registrieren. Sehr viel stärker fiel der Personalrückgang im Vormonatsvergleich aus. So waren im Januar 8 900 Personen weniger in der Südwestindustrie beschäftigt als noch im Vormonat Dezember (‑0,8 Prozent).

Die kräftige Talfahrt der Industrieumsätze aus dem Schlussquartal 2008 setzte sich zu Jahresbeginn 2009 verstärkt fort. Die Südwestindustrie verbuchte mit dem Januar 2009 bereits den vierten Monat in Folge mit einem Umsatzeinbruch, der zudem mit einem neuen Rekord-Minus massiv ausfiel. Mit realisierten nominal 15,7 Milliarden Euro blieben die Industrieumsätze um beachtliche 6,2 Mrd. Euro hinter dem Vorjahresergebnis zurück (‑28,4 Prozent).

Der Inlandsumsatz nahm im Vergleichszeitraum um 2,3 Mrd. Euro ab (‑21,8 Prozent); der Auslandsumsatz brach mit einem Minus von 3,9 Mrd. Euro noch weit stärker ein (‑34,6 Prozent). Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Januar 2009 bei 47,5 Prozent (zum Vergleich Januar 2008: 51,9 Prozent).

1) Verarbeitendes Gewerbe einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.

Quelle: Statistisches Landesamt