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Vermischtes | Fr, 29.10.2010 08:52

Sympathiekampagne Streuobst in Baden-Württemberg gestartet - Angebot soll ausgeweitet werden

„Mit der Sympathiekampagne Streuobst möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema Streuobst sensibilisieren und die Menschen, die sich bereits für den Streuobstbau engagieren, unterstützen. Die Anfang September 2010 gestartete Aktion ist bereits bei vielen Menschen angekommen. Bis Ende dieses Jahres werden unter anderem rund 6,5 Millionen Mineralwasserflaschen das sympathische Streuobst-Logo auf ihren Rückenetiketten getragen haben. Vereine und Verbände nutzen das Logo, um für ihre Veranstaltungen und Produkte zu werben. Das eigens eingerichtete Streuobst-Internetportal liefert hilfreiche Informationen zum heimischen Streuobstbau und trägt dazu bei, die Menschen und die Aktionen noch besser zu vernetzen“, sagten Ministerpräsident Stefan Mappus und Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle bei der Vorstellung der Sympathiekampagne Streuobst des Landes am Donnerstag (28. Oktober 2010) im Stuttgarter Landtag. Der Erfolg der Kampagne sei auf die Zusammenarbeit zahlreicher Vereine und Streuobstinitiativen sowie auf die Unterstützung der Getränkeindustrie zurückzuführen.

Ministerpräsident Stefan Mappus (r.) und Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle (2.v.r.) an einer Saftpresse. (Foto: MLR Baden-Württemberg)

Ministerpräsident Stefan Mappus (r.) und Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle (2.v.r.) an einer Saftpresse. (Foto: MLR Baden-Württemberg)


„Baden-Württemberg ist Streuobstland. Wir haben die bedeutendsten Streuobstbestände in ganz Europa. Bundesweit steht jeder zweite Streuobstbaum im Südwesten. Daher tragen wir auch eine besondere Verantwortung für diesen Lebensraum“, betonte der Ministerpräsident. Streuobstwiesen würden nicht nur eine reizvolle Landschaft bieten. Sie seien auch ökologisch sehr wertvoll. Das Land fördere den Streuobstbau im Rahmen mehrerer Programme jährlich mit rund zehn Millionen Euro.

Wie eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene landesweite Streuobsterhebung zeige, gingen die Bestände immer weiter zurück. Dies liege hauptsächlich daran, dass die Bewirtschaftung sich für viele Streuobstwiesenbesitzer nicht mehr lohne. „Die Zukunft unserer Streuobstwiesen hängt von der ökonomischen und von der gesellschaftlichen Wertschätzung ab. Wir wollen daher Anreize schaffen, damit es sich für Wiesenbesitzer lohnt, sich zu bücken, die Früchte aufzuheben und die Wiesen zu pflegen“, erklärte Landwirtschaftsminister Köberle. Das Engagement des Landes umfasse dabei die gesamte Wertschöpfungskette - von der Pflege der Bäume über die Ernte der Früchte bis zur Vermarktung der Produkte. Die Sympathiekampagne Streuobst sei hierbei ein wichtiger Baustein.

„Dreh- und Angelpunkt sind die Produkte, die sich für den Streuobstwiesenbewirtschafter rechnen müssen. Daher setzen wir mit unserer Sympathiekampagne auch gezielt beim Konsum und bei der Vermarktung an“, sagte Köberle. Auf sympathische Art und Weise werde für Produkte aus dem Streuobstbau geworben. Die Kampagne gebe dem Streuobst in Baden-Württemberg durch einen einheitlichen Auftritt und das Streuobstlogo ein Gesicht. Streuobstinitiativen, Vereine und Verbände erhielten Unterstützung bei der Erstellung von Faltblättern und Plakaten für Veranstaltungen. Zugleich leiste die Kampagne einen Beitrag zur Wertschätzung der Streuobstbestände, indem die vielfältige Bedeutung des Streuobstbaus für das Land und seine Menschen kommuniziert werde. „Mit der Sympathiekampagne für unsere Streuobstbestände leisten tragen wir dazu bei, dass unsere Streuobstbestände quantitativ und qualitativ erhalten bleiben“, betonte der Landwirtschaftsminister.

Die Angebote innerhalb der Sympathiekampagne sollen weiter ausgedehnt werden. Derzeit laufe ein Foto-Wettbewerb zum Thema Streuobst. Erstmalig wird ein Landespreis für innovative oder auch in Vergessenheit geratene Streuobstprodukte ausgelobt. Auch sollen die Belange der Kleinbrenner künftig stärker berücksichtigen werden.

Nähere Informationen zur Streuobstkampagne sind unter www.streuobstwiesen-bw.de abrufbar.

(Redaktion)