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Vermischtes | Fr, 20.03.2009 10:21

Tag des Wassers am 22. März: Trinkwasserverbrauch in Baden-Württemberg bei täglich 116 Litern je Einwohner

Durchschnittlicher Trinkwasserverbrauch ist weiter gesunken / Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben Bedarf trotz Produktivitätssteigerung senken können / 12 Prozent des Wasserverbrauchs gehen auf Verluste durch z.B. schadhafte Leitungen zurück

Trinkwasserbrauch durch Haushalte und Kleinverbraucher in Baden-Württemberg seit 1991. Zur Vergrößerung bitte auf die Grafik klicken.

Trinkwasserbrauch durch Haushalte und Kleinverbraucher in Baden-Württemberg seit 1991. Zur Vergrößerung bitte auf die Grafik klicken.


Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung ist eine Aufgabe, die in der Regel von den Kommunen übernommen wird. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2007 rund 658 Mill. Kubikmeter (m3) Grund-, Quell- und Oberflächenwasser für die öffentliche Wasserversorgung gewonnen. Den Hauptteil des für die öffentliche Trinkwasserversorgung gewonnenen Wassers stellen dabei nach wie vor die Grund- und Quellwasservorkommen (rund 71 Prozent) im Land.

Rund 69 Prozent (455 Mill. m3) des in Baden-Württemberg im Jahr 2007 gewonnenen Trinkwassers wurden an private Haushalte und andere Kleinverbraucher (dazu zählen Dienstleister und Kleingewerbe) abgegeben. Das ergibt einen Trinkwasserverbrauch von durchschnittlich 116 Litern je Einwohner und Tag. Damit hat der Trinkwasserverbrauch in den letzten drei Jahren zwischen 2004 und 2007 um 7 Liter abgenommen. Schon seit Anfang der 1990er Jahre ist der durchschnittliche, tägliche Wasserverbrauch je Einwohner kontinuierlich rückläufig. Insgesamt ist der Wasserverbrauch je Einwohner und Tag in Baden-Württemberg von 1991 bis 2007 um 24 Liter, also 17 Prozent, zurückgegangen.

Die Entwicklung des Trinkwasserverbrauchs der Haushalte und Kleinverbraucher ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum Beispiel wirken sich ein zunehmendes Umweltbewusstsein sowie steigende Wasserpreise auf das Verbrauchsverhalten der Bevölkerung aus. Aber auch die Entwicklung wassersparender Technik in z.B. Waschmaschinen oder Armaturen lässt den Pro-Kopf-Verbrauch sinken.

Gewerbliche Unternehmen wie z.B. Industriebetriebe und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Einrichtungen (Krankenhäuser, Schulen, Grünanlagen) haben 2007 rund 112 Mill. m3 (17 Prozent) Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz bezogen. Hier ist der Wasserverbrauch, trotz Produktionssteigerung und Zunahme der Beschäftigtenzahlen in 2007, im Vergleich zu 2004 um 740 000 m3 gesunken. Zwischen 2001 und 2004 lag der Rückgang noch bei 3 Mill. m3 Trinkwasser.

Wasserverluste (76 Mill. m3), z.B. durch schadhafte Rohrleitungen, haben 2007 rund 12 Prozent der gesamten Wassergewinnung ausgemacht. Der restliche Teil (2 Prozent) wurde von den Wasserversorgern selbst verbraucht oder an andere Unternehmen abgegeben.

Quelle: Statistisches Landesamt