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Wirtschaft | Fr, 27.09.2013 09:09

Tarifrunde 2013 bringt vielen Beschäftigten deutliches Plus

In vielen Branchen ist die Tarifrunde für dieses Jahr abgeschlossen. Die Vertragsparteien vereinbarten dabei häufig Tariferhöhungen von 3,0 Prozent und mehr. Zudem traten zahlreiche Tariferhöhungen in Kraft, die schon in den Vorjahren beschlossen worden waren. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit.


Die ersten Branchentarifabschlüsse wurden 2013 in der Eisen- und Stahlindustrie sowie in der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie erzielt. Beide sahen ein Plus von 3,0 Prozent ab März 2013 vor. Im Bauhauptgewerbe stiegen die Tarifverdienste ab Mai im Westen um 3,2 Prozent und im Osten um 4,0 Prozent. In der Metallindustrie waren es 3,4 Prozent ab Juli 2013 und weitere 2,2 Prozent ab Mai 2014.

Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder erhalten seit Januar 2013 ein Plus von 2,65 Prozent sowie von 2,95 Prozent ab Januar 2014. Einige Länder haben diese Erhöhungen auf ihre Beamtinnen und Beamten übertragen beziehungsweise die Übernahme geplant. In anderen Ländern sind die Besoldungserhöhungen jedoch niedriger. Beispielsweise wollen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bremen das Tarifplus ausschließlich auf niedrigere Besoldungsgruppen übertragen. Rheinland-Pfalz erhöhte die Beamtenbezüge ab Januar 2013 um 1,0 Prozent.

In anderen Branchen resultieren Tariferhöhungen des Jahres 2013 noch aus länger laufenden Abschlüssen aus den Vorjahren. Dies gilt beispielsweise für die Textil- und Bekleidungsindustrie West (3,0 Prozent ab Mai), die Systemgastronomie West (2,9 Prozent ab Juni), das Bankgewerbe (2,5 Prozent ab Juli). Auch die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Gemeinden (je 1,4 Prozent ab Januar und August) sowie die Bundesbeamten (je 1,2 Prozent ab Januar und August) profitieren von älteren Abschlüssen. In der Druckindustrie erhielten die Tarifbeschäftigten keine Tariferhöhung, sondern eine einmalige Pauschale von 150 Euro.

Im Einzelhandel liefen die Tarifverträge je nach Region zwischen Ende März und Mai aus. Die Arbeitgeber haben bundesweit alle Entgelt- und Manteltarifverträge gekündigt. Bislang konnten die Vertragspartner keine Einigung über einen neuen Tarifvertrag erzielen.

(Redaktion)