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Wirtschaft | Mi, 30.01.2013 08:58

Tarifverdienste 2012 deutlich gestiegen

In Deutschland sind die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2012 durchschnittlich um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg lag damit deutlich über den Steigerungen in den Jahren 2011 (1,5 Prozent) und 2010 (1,6 Prozent). Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.


Grund für diese Entwicklung sind die vergleichsweise hohen Neuabschlüsse im Jahr 2012. Auch deutliche Tarifsteigerungen, die bereits in den Vorjahren von Gewerkschaften und Arbeitgebern vereinbart worden waren, trugen dazu bei. Die Ergebnisse aus den Jahren 2010 und 2011 beruhten dagegen zum Teil noch auf Verträgen, die mitten in der Wirtschaftskrise verhandelt worden waren. Diese sahen entsprechend niedrige Tarifsteigerungen vor.

Die tariflichen Monatsverdienste entwickelten sich in den einzelnen Branchen unterschiedlich. Die höchsten durchschnittlichen Tariferhöhungen erhielten im Jahr 2012 die Beschäftigten in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, im Öffentlichen Dienst sowie in Erziehung und Unterricht mit jeweils drei Prozent.

Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Tariferhöhungen im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (jeweils 2,1 Prozent) und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (1,8 Prozent). Im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem auch die Metallindustrie und die Chemische Industrie gehören, stiegen die Tarifverdienste durchschnittlich um 2,8 Prozent.

(Redaktion)