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Wirtschaft | Di, 03.06.2014 08:30

Teuerungsrate in Baden-Württemberg auf niedrigstem Stand seit August 2010

Im Mai erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent. Damit ist das Tempo der Preissteigerung im Vergleich zum Vormonat April spürbar zurückgegangen. Die Teuerungsrate sank um 0,2 Prozent. Zugleich ist dies die niedrigste Preissteigerung im Südwesten seit August 2010. Das ergaben vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Rückläufig waren im Mai 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin die Preise für Heizöl (−1,9 Prozent) und Kraftstoffe (−2,5 Prozent). Bei den Kraftstoffen gab insbesondere der Dieselpreis merklich nach (−3,3 Prozent). Uneinheitlich entwickelten sich dagegen die Preise bei anderen Energiearten: Während Strom (2,5 Prozent) und Fernwärme (2,1 Prozent) merklich teurer wurden, fiel der Anstieg beim Gaspreis moderat aus (0,7 Prozent). Erheblich nachgegeben haben die Preise für Brennholz bzw. Holzpellets (−11,4 Prozent).

Bei Nahrungsmitteln blieben die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert. Deutlich billiger wurden insbesondere Gemüse (−10,6 Prozent) und Obst (−4,3 Prozent). 2013 hatte die kühle und nasse Witterung in dieser Zeit zu Reifeverzögerungen und damit zu starken Preissteigerungen geführt.

Auch Fleischprodukte wurden billiger (−0,8 Prozent). Stark angezogen haben dagegen die Preise bei Molkereiprodukten (einschließlich Eier) mit 8,8 Prozent. Verbilligt haben sich auch alkoholfreie Getränke (−0,5 Prozent), während sich alkoholische Getränke verteuerten (2,3 Prozent). Insbesondere Bier wurde deutlich teurer (2,9 Prozent).

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Mietnebenkosten) stiegen die Preise um 1,6 Prozent. Insbesondere der Trinkwasserpreis zog binnen Jahresfrist an (2,2 Prozent). Schuhe verteuerten sich um 2,1 Prozent, während die Preise für Bekleidung nachgaben (−2,1 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen gingen die Preise für Pauschalreisen um 3,5 Prozent zurück. Flugtickets verteuerten sich leicht um 1,2 Prozent. Dagegen legten die Preise für Übernachtungen in Baden-Württemberg deutlich zu (3,0 Prozent). Teurer wurden auch Zeitungen und Zeitschriften mit 4,1 Prozent.

Bei Telefongeräten (−10,9 Prozent), Unterhaltungselektronik (−6,7 Prozent) und Fotoausrüstungen (−4,3 Prozent) hielt dagegen der Preisverfall an. Auch Haushaltsgeräte (−2,3 Prozent) wurden billiger.

Gegenüber April sank der Heizölpreis um 1,9 Prozent. Kraftstoffe verteuerten sich um 0,3 Prozent. Angezogen hat auch der Gaspreis mit 0,7 Prozent.

Zugelegt haben auch die Preise bei den Ausgaben rund um das Wohnen (0,3 Prozent). Bei den Nahrungsmitteln gaben die Preise um 0,8 Prozent nach. Gemüse (−4,9 Prozent), Obst (−2,6 Prozent) und Speisefette und –öle (−1,0 Prozent) wurden merklich billiger. Teurer wurden Fische und Fischwaren (0,5 Prozent). Bei Bekleidung und Schuhen gingen die Preise zurück (−1,1 Prozent). Ebenfalls um 1,1 Prozent nachgegeben haben die Preise bei den Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur.

(Redaktion)