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Wirtschaft | Fr, 31.05.2013 10:14

Teuerungsrate zieht in Baden-Württemberg wieder an

Im Mai erhöhte sich in Baden-Württemberg der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent. Die Inflationsrate befindet sich damit weiterhin unterhalb der Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Definition Preisstabilität herrscht. Allerdings hat im Mai der Preisauftrieb wieder angezogen. Im April lag der Anstieg noch bei 0,9 Prozent. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Weiterhin wirkt sich die gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufige Preisentwicklung bei Heizöl (minus 5,4 Prozent) und Kraftstoffen (minus 3,1 Prozent) dämpfend auf die Gesamtentwicklung aus. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent. Der Strompreis hingegen hat sich mit einem Plus von 10,2 Prozent erheblich verteuert. Auch die Preise für Fernwärme (4,6 Prozent) und Gas (2,5 Prozent) legten überdurchschnittlich zu.

Einen deutlichen Preisschub gab es auch bei Nahrungsmittelpreisen (5,3 Prozent). Insbesondere Obst (11,7 Prozent) und Gemüse (11,4 Prozent) verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat massiv. Ein Grund könnte gegebenenfalls in der anhaltenden kühlen Witterung und damit der verzögerten Reife zu sehen sein. Auch bei bestimmten Molkereiprodukten legten die Preise spürbar zu: So verteuerte sich Butter um 14,9 Prozent, Frischmilch um 10,5 Prozent und H-Milch um 10,0 Prozent. Darüber hinaus legten auch bei Fleischprodukten (5,7 Prozent) und bei Brot und Getreideerzeugnissen (3,1 Prozent) die Preise deutlich zu.

Etwas teurer wurden alkoholische Getränke (1,3 Prozent). Für alkoholfreie Getränke mussten dagegen 1,1 Prozent weniger bezahlt werden.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise gegenüber Mai 2012 um 1,2 Prozent. Bei Bekleidung (0,6 Prozent) und Schuhen (1,2 Prozent) fiel der Anstieg ebenfalls nicht ganz so stark aus. Uneinheitlich ist die Entwicklung bei ausgewählten Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen: Während sich ambulante Gesundheitsdienstleistungen aufgrund des Wegfalls der Praxisgebühr verbilligten (minus 12,2 Prozent), legten die Preise für soziale Dienstleistungen der Pflege um 7,2 Prozent zu. Stark rückläufig waren die Preise für PC-Ausstattungen (minus 9,8 Prozent) und Fotoausrüstungen (minus 9,7 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat April 2013 verbilligten sich nach vorläufigem Stand Kraftstoffe um 0,8 Prozent. Der Heizölpreis ging um 0,4 Prozent zurück. Merklich angestiegen sind binnen Monatsfrist dagegen die Preise für Nahrungsmittel (0,8 Prozent). Insbesondere Molkereiprodukte wie Butter (9,4 Prozent), H-Milch (4,1 Prozent) und Frischmilch (3,2 Prozent) wurden teurer.

Bei den Ausgaben rund um das Reisen legten die Preise für Pauschalreisen deutlich zu (8,0 Prozent). Billiger wurden dagegen Flugtickets (minus 1,7 Prozent) und Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 1,0 Prozent). Bei Gütern für Sport, Camping und Erholung stiegen die Preise um 2,4 Prozent. Gebühren für Glücksspiele verteuerten sich aufgrund geänderter Tarife in den staatlichen Lotterien um 21,1 Prozent.

(Redaktion)