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Wirtschaft | Mi, 17.10.2012 12:14

Tourismus in Baden-Württemberg entwickelt sich weiter positiv

Die positive Tendenz des baden-württembergischen Tourismusgewerbes setzte sich auch während des Saisonhöhepunkts in den Hochsommermonaten Juli und August 2012 fort. Kurzzeitig unterbrochen wurde die positive Entwicklung lediglich im Juni 2012. Dies lag aber vorallem daran, dass im Vorjahr im Juni wegen der späten Lage der Pfingstfeiertage besonders viele Übernachtungen gezählt worden waren. Die heimische Beherbergungsbranche (Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten oder Stellplätzen) konnte im Hochsommer 2012 3,95 Millionen Gäste begrüßen. Das bedeutet einen Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies berichtet das Statistische Landesamt.

Die Zahl der Übernachtungen in Baden-Württemberg ist gegenüber 2011 nochmal gestiegen. (Grafik: Stat. Landesamt)

Die Zahl der Übernachtungen in Baden-Württemberg ist gegenüber 2011 nochmal gestiegen. (Grafik: Stat. Landesamt)


Die für die Branche letztlich entscheidende Übernachtungszahl nahm sogar noch etwas stärker um 3,7 Prozent auf 10,91 Millionen zu. Rein rechnerisch verbrachte ein Gast in diesem Hochsommer damit 2,8 Nächte in der gleichen Unterkunft, etwas mehr als im Vorjahr. Auch die Gäste aus Deutschland trugen mit Zuwächsen bei den Ankünften um 2,5 Prozent auf 2,87 Millionen und bei den Übernachtungen um 3,3 Prozent auf 8,3 Millionen zu dieser positiven Entwicklung bei. Die etwas stärkeren Impulse gingen aber von den Gästen aus dem Ausland aus. Ihre Anzahl erhöhte sich um 4,1 Prozent auf 1,07 Millionen. Auch ihre Übernachtungen stiegen überdurchschnittlich um 5,1 Prozent auf 2,62 Millionen.

Die Entwicklung verlief zwar zwischen den verschiedenen Marktsegmenten nicht ganz einheitlich. Gleichwohl überwogen die positiven Vorzeichen deutlich. So blieben die Übernachtungen lediglich im Bereich der Erholungs- und Ferienheime (–4,7 Prozent) hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Dagegen waren Campingplätze mit einem Übernachtungszuwachs um 10,4 Prozent deutlich stärker gefragt als im vorhergehenden Hochsommer. Ebenso hoben sich die Pensionen (+7,4 Prozent) und die Schulungsheime (+6,6 Prozent) positiv von der Gesamtentwicklung ab.

Bemerkenswert ist allerdings die Entwicklung nach der Gemeindegröße: Abweichend vom Trend zum Städtetourismus legten nämlich in diesem Hochsommer die Übernachtungen in den kleineren Gemeinden mit unter 10.000 Einwohnern überdurchschnittlich um 4,7 Prozent zu. In der Aufgliederung nach dem touristischen Prädikat wird erkennbar, dass hiervon bei einem Übernachtungsplus um 5,8 Prozent insbesondere die (überwiegend kleineren) Erholungsorte des Landes profitierten. In der räumlichen Betrachtung erzielten die Randzonen um die Verdichtungsräume mit +7,1 Prozent die höchsten Übernachtungszuwächse. Lokalisieren lassen sich besonders starke Erhöhungen dabei in den Reisegebieten Mittlerer Schwarzwald (+7,3 Prozent) und Bodensee (+6,7 Prozent).

(Redaktion)