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Wirtschaft | Mo, 25.02.2013 09:00

Tourismus in Baden-Württemberg verzeichnet Rekordwerte

Der Tourismus in Baden-Württemberg setzte die im Frühjahr 2010 eingeleitete Aufwärtsentwicklung im Jahr 2012 weiter fort. 18,6 Millionen Gästeankünfte in Beherbergungsbetrieben mit 10 und mehr Betten oder Stellplätzen bedeuten ebenso einen historischen Rekordwert wie 47,7 Millionen Gästeübernachtungen. Damit wurden die bisherigen Spitzenwerte von 17,8 Millionen Gästen bzw. 45,5 Millionen Übernachtungen aus dem Vorjahr nochmals deutlich übertroffen. Gegenüber 2011 erhöhte sich die Gästezahl damit um 4,4 Prozent. Die für das Gewerbe bedeutendere Übernachtungszahl nahm prozentual noch etwas stärker um 4,7 Prozent zu. Dies zeigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes.

Auch die Region rund um den Bodensee konnte eine Steigerung der Übernachtungen verzeichnen. (Foto: Tabea Knabe)

Auch die Region rund um den Bodensee konnte eine Steigerung der Übernachtungen verzeichnen. (Foto: Tabea Knabe)


Wie in den Vorjahren – mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 – gingen auch 2012 die stärkeren Impulse von den Auslandsgästen aus. So stiegen im vergangenen Jahr 4,1 Millionen Gäste mit ausländischem Wohnsitz in einer baden-württembergischen Unterkunft ab. Das waren 6,2 Prozent mehr als 2011. Die Übernachtungen der Auslandsgäste legten gegenüber 2011 sogar noch etwas stärker um 7,4 Prozent zu, wodurch erstmals die Schwelle von neun Millionen Übernachtungen klar überschritten wurde.

Bei den Inlandsgästen, auf die aktuell noch vier von fünf Übernachtungen im Land zurückgehen, fielen die prozentualen Zuwächse mit 3,9 Prozent bei der Gästezahl und mit 4,1 Prozent bei den Übernachtungen zwar geringer aus. Dank des Zuwachses buchten so viele Gäste aus Deutschland ein Quartier im Land wie nie zuvor. Bei den Übernachtungen nahmen die Buchungen aus dem Inland um 1,5 Millionen zu. „Mit 38,2 Millionen Übernachtungen von Inlandsgästen wurden 2012 erstmals die lange Zeit unangetasteten 37,6 Millionen aus den Jahren 1991 und 1992 übertroffen“, stellte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, fest.

Von dem insgesamt günstigen Branchenklima profitierten 2012 alle Teilsegmente des Übernachtungstourismus. Dies schließt insbesondere auch die Vorsorge- und Reha-Kliniken ein. Diese konnten nach drei rückläufigen Jahren 2012 wieder ein Übernachtungsplus von 3,4 Prozent verbuchen. Die Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) als Kernbereich der Branche bewegte sich mit einem Übernachtungszuwachs um 4,8 Prozent in einem ähnlichen Bereich wie die Gesamtentwicklung. Mit einem Plus von 5,3 Prozent schnitt die Parahotellerie noch etwas günstiger ab. Dazu zählen Einrichtungen wie Ferien- und Erholungsheime, Schulungsheime, Ferienwohnungen, Jugendherbergen oder Campingplätze.

Die große Breite der Entwicklung zeigt sich auch in der regionalen Gliederung nach Reisegebieten. So zielten selbst die Reiseziele mit den geringsten Übernachtungszuwächsen noch stattliche Zugewinne. Dazu zählen das Württembergische Allgäu-Oberschwaben (+2,8 Prozent), die Schwäbische Alb (+3,3 Prozent), der Hegau (+3,4 Prozent) sowie der Südliche Schwarzwald (+3,5 Prozent). In weiteren drei von neun Reisegebieten (Nördlicher Schwarzwald, Nördliches Baden-Württemberg, Bodensee) bewegten sich die Zuwächse mit über vier Prozent im Bereich der Landesentwicklung. Lediglich der Mittlere Schwarzwald (+5,9 Prozent) und die Region Stuttgart (+7,5 Prozent) konnten noch größere Zuwächse verzeichnen.

(Redaktion)