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Wirtschaft | Fr, 07.12.2012 09:10

Tourismus in Baden-Württemberg weiter im Aufwind

Das Jahr 2011 war für die Tourismusbranche in Baden-Württemberg das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte. Im laufenden Jahr setzte sich die positive Tendenz fort. Trotz erster Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung, ist auch die Zuversicht für 2013 groß.

Die Pfahlbauten in Unteruhldingen am Bodensee sind ein beliebtes Ziel für Touristen in Baden-Württemberg. (Foto: Tabea Knabe)

Die Pfahlbauten in Unteruhldingen am Bodensee sind ein beliebtes Ziel für Touristen in Baden-Württemberg. (Foto: Tabea Knabe)


„Für eine abschließende Bilanz ist es zwar noch zu früh. Aber wir dürfen optimistisch sein, dass wir die Rekordzahlen des vergangenen Jahres zumindest halten, wenn nicht gar übertreffen können“, erklärte der Präsident des baden-württembergischen Tourismus-Verbandes und Tourismusminister, Alexander Bonde, auf der Delegiertenversammlung des Verbandes in Ulm.

Bis Ende September wiesen sowohl die Ankünfte als auch die Übernachtungen im Land ein deutliches Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Auch wenn noch immer mehr als drei Viertel der Gäste aus dem Inland kämen, gehe das Wachstum wie bereits in den Vorjahren vor allem auf das Konto der ausländischen Gäste, so der Minister, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ist. „Mit 8,5 Prozent liegen die Steigerungen bei den Übernachtungen hier wieder fast im zweistelligen Bereich.“

Bonde zeigte sich erfreut, dass insbesondere das Projekt „Grüner Süden“ überaus erfolgreich gestartet sei: „Die Initiative trägt dazu bei, den Ruf Baden-Württembergs als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu festigen.“ Mit dem Projekt wirbt das Land für nachhaltige und ökologische Urlaubsangebote. Der „Grüne Süden“ werde 2013 mit einem erweiterten Angebot fortgeführt.

Angesichts eines immer stärker umkämpften Reisemarktes rief der Tourismuspräsident dazu auf, das Profil Baden-Württembergs als einzigartige Destination auch in Zukunft mit Themen zu schärfen, die die besonderen Stärken des Landes unterstreichen. Er begrüßte in diesem Zusammenhang den von der TMBW entwickelten Themenschwerpunkt „Wege durch den Weinsüden“. Damit sollen ab dem kommenden Jahr unterschiedliche weintouristische Angebote gebündelt werden. „Das Projekt verbindet Naturerlebnis mit regionalem Genuss und trägt damit zur Profilierung unseres Landes als nachhaltiges Genießerland bei“, sagte Bonde vor den Delegierten in Ulm.

Um die Stellung Baden-Württembergs als führendes Genießerland zu festigen, werde die TMBW außerdem in Kooperation mit neun „Fünf Sterne Superior“-Hotels für die Spitzengastronomie und -hotellerie im Land werben. Mit der Kampagne „Best of SouthWest Germany“ solle vor allem in den wachstumsstarken Auslandsmärkten gezielt auf Baden-Württemberg aufmerksam gemacht werden.

Auch dank der vielfältigen kulturellen Angebote sieht Bonde den Tourismus im Land gut aufgestellt. Im kommenden Jahr werde ausdrücklich dafür geworben, dass der Süden nicht nur in seinen Metropolen kulturell viel zu bieten habe, sondern auch im Ländlichen Raum. Solche bislang oft noch zu wenig genutzten touristischen Potenziale gelte es für die Zukunft weiterzuentwickeln.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung zeichnete Minister Bonde den langjährigen Präsidenten des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Baden-Württemberg e.V., Peter Schmid, mit der Verdienstmedaille des Tourismus-Verbandes aus. In seiner Laudatio nannte Bonde den Geehrten einen „Vorkämpfer für regionalen Genuss“. „Peter Schmid hat sich als Gründungsmitglied der Initiative ´Schmeck den Süden` und als Initiator der ´Biosphären-Gastgeber` im UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit großer Leidenschaft für regionale Produkte und Spezialitäten eingesetzt und damit frühzeitig das touristische Potenzial einheimischer Erzeugnisse erkannt“, betonte Bonde. In seiner Funktion als DEHOGA-Präsident habe er sich zudem auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung vorbildhaft für die Belange des touristischen Nachwuchses stark gemacht.

(Redaktion)