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Wirtschaft | Mo, 12.05.2014 14:01

Trend zur Mehrfachbeschäftigung steigt

Fünf Prozent der deutschen Erwerbstätigen, also immerhin rund zwei Millionen Menschen, haben mehrere Jobs. Zu diesem Ergebnis kommt ein Factsheet der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).


Laut BIBB/BAuA-Befragung sind Mehrfachbeschäftigte in ihrer Haupttätigkeit zwar oft in Teilzeit beschäftigt. Rechnet man jedoch alle Erwerbstätigkeiten zusammen, ergibt sich für fast die Hälfte der Mehrfachbeschäftigten eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 48 Stunden. Dagegen arbeiten nur 15 Prozent der Einfachbeschäftigten über 48 Stunden in der Woche. Durchschnittlich verbringen Mehrfachbeschäftigte 45 Stunden pro Woche mit ihren Jobs. Damit arbeiten sie sieben Stunden mehr als Beschäftigte mit nur einem Arbeitgeber.

Das Faktenblatt der BAuA zeigt, dass Mehrfachbeschäftigte mit durchschnittlich 40 Jahren etwas jünger sind als Einfachbeschäftigte (durchschnittlich 43 Jahre alt). Insgesamt sind bei den abhängig Beschäftigten etwa sieben Prozent der Frauen und rund fünf Prozent der Männer mehrfachbeschäftigt. Die meisten von ihnen arbeiten in ihrer Hauptbeschäftigung im Dienstleistungssektor (etwa 75 Prozent), weitere 22 Prozent im produzierenden Gewerbe.

Die Motivation, mehreren Jobs gleichzeitig nachzugehen, kann unter anderem finanzieller Natur sein. Während bei den Einfachbeschäftigten jeder Fünfte einen monatlichen Bruttoverdienst von weniger als 1.500 Euro durch die Hauptbeschäftigung hat, trifft dies auf ein Drittel der befragten Mehrfachbeschäftigten zu. Als weitere Gründe für Mehrfachbeschäftigung nennt das BAuA-Factsheet zeitliche Verfügbarkeit, die Lust etwas dazuzuverdienen, aber auch Unterforderung im Hauptberuf.

(Redaktion)