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Wirtschaft | Fr, 04.11.2011 09:35

Umsatzminus für die Südwestindustrie im September

Die zuletzt rückläufige Nachfrage nach Industrieprodukten aus Baden-Württemberg hat im September 2011 zu einem Dämpfer bei der Produktionsleistung der Südwestindustrie geführt. Gleichzeitig hat sich die geringere Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Die realen (preisbereinigten) Umsätze gingen gegenüber dem Vormonat August spürbar um 1,5 Prozent zurück. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Während die Erlöse aus dem Inland noch relativ verhalten ins Minus rutschten (‑ 0,6 Prozent), fiel der Umsatzrückgang aus dem Auslandsgeschäft mit einem Minus von 2,4 Prozent deutlich stärker aus. Die Investitionsgüterproduzenten verbuchten mit einem Minus von 2,2 Prozent den stärksten Umsatzrückgang, während es bei den Vorleistungsgüterproduzenten lediglich zu leichten Einbußen bei den Erlösen kam (‑ 0,2 Prozent). Auch bei den Konsumgüterproduzenten blieb die Umsatzentwicklung nahezu unverändert (0,1 Prozent). Insgesamt lagen im dritten Quartal 2011 die Umsätze der Südwestindustrie um 1,7 Prozent über dem Vorquartal.

Im Vergleich zum September 2010 legten die Industrieumsätze um 6,6 Prozent zu. Das Inlandsgeschäft brachte ein Plus von 6,4 Prozent in die Kassen. Die Erlöse aus dem Exportgeschäft stiegen um 7 Prozent. Die im Jahresverlauf bereits deutlich abgeschwächten Wachstumsraten lassen erkennen, dass die konjunkturelle Entwicklung inzwischen in ruhigeren Bahnen verläuft. Das Wachstumstempo der Umsatzentwicklung dürfte angesichts der zuletzt rückläufigen Nachfrage nach heimischen Industrieprodukten in den nächsten Monaten noch weiter an Fahrt verlieren.

In den ersten drei Quartalen 2011 stiegen die Erlöse der Südwestindustrie gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum kräftig um 9,8 Prozent. Während die Auslandsumsätze um 11,1 Prozent stiegen, legten die Inlandserlöse um 8,5 Prozent zu. Die Investitionsgüterproduzenten erzielten im bisherigen Jahresverlauf das höchste Umsatzplus (13,7 Prozent) vor den Vorleistungsgüterproduzenten (7,4 Prozent). Im Vergleich hierzu fiel das Wachstum bei den Konsumgüterproduzenten deutlich geringer aus (2,5 Prozent).

Nach Ablauf von drei Quartalen in 2011 weist die Mehrzahl der bedeutenden Industriebranchen zum Teil kräftige Umsatzsteigerungen auf. Die Umsätze im Maschinenbau (20,6 Prozent) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen (15,4 Prozent) legten im Vorjahresvergleich mit deutlichem Abstand vor der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (11,2 Prozent) am stärksten zu. Annähernd im Gleichklang mit dem Wachstumstempo der Südwestindustrie insgesamt verlief die Umsatzentwicklung in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (9,4 Prozent) und bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (9,3 Prozent). Zu einem Rückgang der Erlöse kam es hingegen bei der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse (– 2,3 Prozent) und der Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus (– 2,4 Prozent).

(Redaktion)