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Wirtschaft | Do, 02.09.2010 09:26

Umsatzsteigerung der Südwestindustrie um real 1,7 Prozent im Juli

Die lebhafte Nachfrageentwicklung der vergangenen Monate wirkt sich weiterhin positiv auf die Umsatzentwicklung der Südwestindustrie aus. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen die realen Industrieumsätze im Juli 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum Vormonat Juni um 1,7 Prozent. Dabei nahmen die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft deutlich um 2,5 Prozent zu. Der Anstieg der Inlandsumsätze fiel mit 0,8 Prozent geringer aus. Getragen wurde die positive Umsatzentwicklung hauptsächlich von den Investitionsgüterproduzenten mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten (1 Prozent) und den Herstellern von Konsumgütern (0,4 Prozent) stiegen die Umsätze moderat. Im von Schwankungen weniger beeinflussten Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai erzielte die Südwestindustrie ein Umsatzplus von 0,7 Prozent.


Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Konten der Südwestindustrie gut gefüllt. Der arbeitstäglich bereinigte Industrieumsatz übertraf im Juli 2010 deutlich das Vorjahresniveau um 16,4 Prozent. Damit gab es im Vorjahresvergleich den siebten Monat in Folge ein Umsatzplus, wobei die Zuwachsraten zuletzt tendenziell abnahmen. Eine hohe Dynamik entwickelten die Erlöse aus dem Auslandsgeschäft, die um 26,5 Prozent anstiegen. Verhaltener fiel das Umsatzwachstum durch inländische Abnehmer aus (7,3 Prozent).

Die arbeitstäglich bereinigten Industrieumsätze übertrafen im Zeitraum Januar bis Juli 2010 das entsprechende Vorjahresergebnis um 13,8 Prozent. Maßgeblich bestimmte das dynamisch verlaufende Auslandsgeschäft diese positive Entwicklung mit einer kräftigen Steigerung um 23 Prozent. Die inländische Umsatzentwicklung blieb im Vergleich dazu deutlich zurück (5,1 Prozent). Die Umsatzerholung der Südwestindustrie wurde in den ersten sieben Monaten 2010 in erster Linie von den Produzenten von Investitionsgütern (16,9 Prozent) und den Herstellern von Vorleistungsgütern (16,1 Prozent) getragen. Der Umsatz bei den Konsumgüterproduzenten wuchs um moderate 3,5 Prozent.

Im Zeitraum Januar bis Juli 2010 war die Umsatzentwicklung für nahezu alle Branchen zum Teil steil aufwärts gerichtet. Im Vorjahresvergleich verzeichnete insbesondere die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« eine besonders kräftige Umsatzausweitung. Hier stieg der Umsatz arbeitstäglich bereinigt um 32,6 Prozent. Starke Umsatzsteigerungen konnten auch die »Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (23,1 Prozent), die »Metallerzeugung und −bearbeitung« (19,3 Prozent) und die »Herstellung von Metallerzeugnissen« (19 Prozent) verbuchen.

(Redaktion/Stat. LA)