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| Mi, 15.06.2011 14:16

Unternehmen forschen und entwickeln hauptsächlich in Süddeutschland

Die Forschungskapazitäten der Wirtschaft verteilen sich nach einer aktuellen Untersuchung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft immer ungleicher auf die Bundesländer. Die Betriebe forschen besonders intensiv in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen – und bauen diese starken Forschungsstandorte weiter aus.


Die Aufwendungen der deutschen Unternehmen für Forschung und Entwicklung (FuE) konzentrieren sich auf Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Die drei in der Industrieforschung führenden süddeutschen Bundesländer konnten zwischen 1999 und 2009 ihre beeindruckend hohen FuE-Quoten nochmals steigern.

Während in Bayern und Hessen mittlerweile rund 2,4 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für FuE der Wirtschaft ausgegeben werden (vormals 2,1 bzw. 2,2 Prozent), liegen die Unternehmen Baden-Württembergs einsam an der Spitze: Von 3,0 auf 3,8 Prozent stieg die Quote des Wirtschaftssektors im Ländle während dieser Dekade. Das ergibt eine aktuelle Analyse des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

Rund die Hälfte der Finanz- und Personalmittel für Industrieforschung werden allein in den beiden südlichsten Ländern Baden-Württemberg und Bayern eingesetzt. Die Konzentration wird durch so genannte Clustereffekte vorangetrieben. Dort, wo die Unternehmen bereits seit langem hohe Forschungsausgaben tätigen, ist eine Wissenschaftsinfrastruktur entstanden, die weitere Investitionen „geradezu magnetisch anzieht“, erläutert Studienautor Bernd Kreuels von der Stifterverband-Wissenschaftsstatistik. „Was der Analyst als Pareto-Verteilung bezeichnet, erklärt der Volksmund als ‚Der Teufel hofiert immer den größten Haufen’ – oder schlicht „Money makes Money“, so Kreuels.

(Redaktion)