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Wirtschaft | Mo, 02.12.2013 08:46

Unternehmen in Baden-Württemberg blicken optimistisch auf 2014

Der Stimmungsaufschwung der baden-württembergischen Unternehmen hält an. Der Geschäftsklimaindex für die Wirtschaft in der Region verbessert sich im November erneut im Vergleich zum Vormonat. Vor allem der Blick auf die kommenden Geschäftsmonate stimmt die Betriebe zuversichtlich. Mit der aktuellen Geschäftslage sind die Entscheider in den Unternehmen ebenfalls zufrieden. Zu diesen Ergebnissen kommt der Konjunkturbericht für Baden-Württemberg der L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg, für den Monat November.


Die positiven Erwartungen sind ein klares Signal, dass die Konjunktur im kommenden halben Jahr weiter Fahrt aufnehmen wird. Ähnlich wie die Chefvolkswirte vieler Banken geht die Mehrheit der Unternehmen im Südwesten von einem guten Geschäftsjahr 2014 aus. „Dabei werden sich nicht nur die Exporte, sondern auch die Binnennachfrage positiv auf das Wachstum auswirken“, sagt Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank.

Die gute Stimmung der Wirtschaft im Südwesten lässt sich auch an den Ergebnissen des ifo-Instituts zur Kreditvergabe in Baden-Württemberg ablesen. Die große Mehrheit der Unternehmen spürt keine Kreditklemme. Nur wenige Betriebe stoßen auf Hindernisse bei der Finanzierung ihrer Geschäfte.

Im Verarbeitenden Gewerbe trifft dies auf 15 Prozent der Befragten zu, im Großhandel auf 14 Prozent. Im Einzelhandel sinkt die Anzahl der Unternehmen, die über Kreditschwierigkeiten berichten, um vier Punkte auf nun 19 Prozent im Vergleich zum Vormonat. „Was die Kredithürde betrifft, sind die Voraussetzungen für Investitionen in Baden-Württemberg besser als im Bundesdurchschnitt“, so Brand.

Die Zuversicht ist in praktisch allen Wirtschaftszweigen Baden-Württembergs sehr groß. Auftragszahlen und Nachfrage haben sich im Vormonat flächendeckend positiv entwickelt. Den größten Rückenwind spüren IT- und Metallbranche. Das Geschäftsklima springt bei Herstellern von IT-Produkten sowie elektronischer und optischer Erzeugnisse von 8,3 im Oktober auf den Rekordwert von nun 34,3. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Metallsektor: Das ifo-Konjunkturbarometer macht im Vergleich zum Vormonat einen kräftigen Sprung von 5,8 auf 21,8 Punkte.

Stimmungsaufheller Nummer eins bei den Automobilherstellern und Zulieferern sind die guten Prognosen für das Auslandsgeschäft. Der Indexwert, der die Exporterwartungen repräsentiert, verdoppelt sich im Vergleich zum Oktober auf 50,5 Punkte. Im Einzelhandel kommt die Erholung des Geschäftsklimas nach der im Vormonat registrierten Abschwächung wieder in Gang. Neben einer leichten Verbesserung in den Urteilen zur Geschäftslage trägt dazu vor allem eine Aufhellung der Geschäftsaussichten bei.

(Redaktion)