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Wirtschaft | Fr, 17.01.2014 11:21

Unternehmen in Baden-Württemberg optimistisch für 2014

Die meisten Branchen in Baden-Württemberg rechnen mit anhaltender Konjunkturbelebung. Treiber sind die Unternehmen aus dem Baugewerbe, dem Maschinenbau und der Autoindustrie. Zu diesen Ergebnissen kommt der L-Bank Konjunkturbericht Baden-Württemberg für Dezember.


Die baden-württembergischen Unternehmen schätzen die Aussichten für die kommenden sechs Monate erneut besser ein als die Firmen im Bundesdurchschnitt. Alles deutet damit auf eine anziehende Konjunktur im Südwesten hin. Dazu trägt auch der prognostizierte Exportrekord bei. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet für 2014 einen Exportumsatz von 1,45 Billionen Euro – ein Plus von mehr als vier Prozent gegenüber 2013.

Bei den Unternehmen der Bauindustrie und des Einzelhandels sind die Geschäftserwartungen im vergangenen Dezember gestiegen, im Großhandel fielen sie so zuversichtlich aus wie im November. Beispielhaft für den allgemeinen Optimismus steht die deutsche Elektroindustrie, die in Baden-Württemberg stark verankert ist. „Wie die Unternehmen rechnen auch wir damit, dass in den kommenden Monaten die Konjunktur noch deutlich an Schubkraft gewinnen wird“, sagt Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank.

Auch die Maschinenbauindustrie geht von einem weiteren Wachstum im Jahr 2014 aus. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) schätzt, dass ein reales Wachstum von drei Prozent erreicht wird. Großes Potenzial sieht der Verband in den etablierten Märkten, vor allem in Europa. „Entscheidender Treiber ist dabei Deutschland“, sagt VDMA-Geschäftsführer Ulrich P. Hermani.

Zu vergleichbaren Ergebnissen für den baden-württembergischen Maschinenbau kommt der ifo-Geschäftsklimaindex, der die Urteile zur aktuellen Geschäftslage und zur Entwicklung in den kommenden sechs Monaten umfasst. Der Index liegt aktuell bei 19,0 Punkten – und damit fast auf Rekordniveau. Im gesamten Jahr 2013 lag nur im November der Wert mit 19,8 Punkten höher. Zudem sind die Erwartungen an die Geschäftslage der kommenden Monate sehr positiv. Der aktuelle Wert von 13,7 Punkten ist der dritthöchste im gesamten Jahr 2013. Ebenfalls beeindruckend ist die Beschäftigungslage in der Branche. Erstmals seit 1992 sind über 300.000 Personen in den Firmen des Sektors angestellt.

Die baden-württembergische Autoindustrie schaut ebenfalls zuversichtlich auf 2014. Der ifo-Geschäftsklimaindex liegt bei 21,2 Punkten. Diese Marke wurde in den vergangenen zwölf Monaten nur viermal übertroffen. Noch besser sieht es bei den Erwartungen an die Geschäftslage aus. Aktuell liegt der Wert bei 20,8 Punkten – der zweithöchste Stand in den vergangenen zwölf Monaten. Dazu passt, dass der Verband der Automobilindustrie (VDA) das Wachstum des Weltmarkts auf drei Prozent schätzt. Außer Japan werden sich alle relevanten Märkte positiv entwickeln, so der VDA. Westeuropa kommt nach vier Jahren erstmals wieder ins Plus. Damit profitieren auch die Zulieferer der Branche.

Das Bauhauptgewerbe hat sein kurzzeitiges Tief hinter sich gelassen. Nach vier schwächeren Monaten versprühen die Firmen nun viel Optimismus. Der Geschäftsklimaindex beläuft sich aktuell auf 7,6 Punkte. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Erwartungen an die Geschäftslage der kommenden Monate. Nach -5,9 Punkten im November beträgt der Wert jetzt 5,4 Punkte.

(Redaktion)