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Wirtschaft | Do, 13.12.2012 10:14

Unternehmen setzen verstärkt auf Strategie für Social Media

Bei ihren Social-Media-Aktivitäten setzen deutsche Unternehmen immer häufiger auf ein strategisches Vorgehen. Das zeigt eine Teilauswertung durch die Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. im Rahmen der Studie "Social Media in Unternehmen". Bereits 78 Prozent der befragten Unternehmen vertrauen auf eine eigene Strategie für Social Media. Rund 69 Prozent der Unternehmen ohne übergeordnete Strategie wollen diese langfristig einführen.


Im Zuge der Professionalisierung von Social Media dominieren die beiden Unternehmensbereiche Marketing und Public Relations. Sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung der Aktivitäten in Social Media gelten diese als treibende Fachbereiche. Als Schwierigkeiten beim Umgang mit Social Media nennen die befragten Unternehmen vordergründig Ressourcenmangel, Datenschutzbedenken, fehlende interne Zusammenarbeit und interne Widerstände durch die Vorgesetzten.

„Social Media wird künftig nicht mehr die alleinige Aufgabe von Public Relations oder Marketing sein. Vielmehr müssen alle Fachbereiche wie die Personalabteilung, der Vertrieb und natürlich auch der Kundenservice in den Prozess mit einbezogen werden. Wie bei jeder Kommunikationsmaßnahme sind klare Zieldefinitionen Voraussetzung für die Bewertung einer Social-Media-Strategie, verbunden mit einem Mehrwert für alle Abteilungen“, sagt Ingo Notthoff, stv. Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Das strategische Vorgehen bei den eigenen Aktivitäten in Social Media sieht die Mehrheit der Unternehmen als verpflichtend an. Über drei Viertel der Unternehmen (78 Prozent) geben an, für ihre Aktivitäten in Social Media eine eigene Strategie zu besitzen. Davon verfolgen 43 Prozent den ganzheitlichen Ansatz einer Unternehmensstrategie. 35 Prozent nutzen eine abteilungsbezogene Social-Media-Strategie. Allerdings betreiben immer noch 22 Prozent der Unternehmen ihre Social-Media-Aktivitäten gänzlich ohne übergeordnete Strategie. Jedoch planen bereits 69 Prozent dieser Unternehmen langfristig eine solche Strategie für Social Media einzuführen.

Sowohl bei der strategischen Planung als auch bei der eigentlichen Umsetzung von Social-Media-Aktivitäten dominieren die Fachbereiche Marketing und PR/Unternehmenskommunikation. Für zwei Drittel der Unternehmen erfolgt die strategische Planung in der Marketingabteilung. Rund 74 Prozent geben an, dass die Durchführung von Social-Media-Aktivitäten von diesem Fachbereich übernommen wird. In rund 60 Prozent der Unternehmen erfolgen Strategie und Umsetzung gleichermaßen durch den Fachbereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Unternehmenskommunikation.

Im strategischen Planungsprozess nimmt die Geschäftsführung in rund 36 Prozent der Unternehmen noch eine führende Rolle ein. Die Umsetzung der Social-Media-Aktivitäten erfolgt jedoch in nur sieben Prozent der Unternehmen direkt durch die Geschäftsführung. Die Personalabteilung, der Vertrieb und Marktforschung spielen bei der strategischen Planung und Umsetzung von Social Media auch weiterhin eine untergeordnete Rolle.

Bei der Planung und Umsetzung ihrer Aktivitäten in Social Media identifizieren die Unternehmen eindeutige Hindernisse. Sechs von zehn der Unternehmen beziffern in erster Linie fehlende Ressourcen wie Zeitaufwände, Kosten oder Personalmangel als Hürden. An zweiter Stelle geben fast die Hälfte der Unternehmen Bedenken in puncto Datenschutz an. Für 37 Prozent aller Unternehmen erweist sich die fehlende interne Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen als schwierig. Interne Widerstände durch Vorgesetzte hindern immer noch 34 Prozent der Unternehmen daran, die Social-Media-Aktivitäten zu planen oder umzusetzen.

(Redaktion)