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Wirtschaft | Di, 01.03.2011 10:55

Unternehmen wollen einstellen: DIHK rechnet mit 300.000 neuen Jobs

Die Betriebe vertrauen dem Aufschwung und dem Standort Deutschland und planen einen deutlichen Ausbau ihrer Belegschaften. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.


Die hohe Einstellungsbereitschaft zieht sich durch die gesamte Breite der Wirtschaft, wie eine Sonderauswertung der DIHK-Konjunkturumfrage unter 28.000 Unternehmen zeigt. Demnach werden allein in der exportstarken Metall- und Elektroindustrie 80.000 zusätzliche Beschäftigte erwartet, in der Gesundheitswirtschaft sind es 60.000. Die Zeitarbeit will 50.000 Arbeitnehmer einstellen.

Auch eher binnenorientierte Sparten vermelden hohe Einstellungsbereitschaft, so die Dienstleister für Forschung & Entwicklung und IT-Services (30.000), aber auch die Händler (25.000).

Ihre positiven Geschäftserwartungen, gespeist aus guten Exportgeschäften und einer immer besseren heimischen Nachfrage, setzen die Unternehmen in expansive Personalpläne um. Aufgrund der Firmenangaben erwartet der DIHK insgesamt 300.000 zusätzliche Beschäftigte in diesem Jahr.

Die umfangreichen Einstellungspläne der Zeitarbeit belegen das große Bedürfnis der Unternehmen nach Flexibilität im Arbeitsmarkt. 63 Prozent der Zeitarbeitsunternehmen wollen zusätzliches Personal einstellen, nur 4 Prozent möchten ihren Stamm verkleinern. Die zuletzt sehr kurz getaktete Auftragsvergabe verlangt den Unternehmen eine hohe Anpassungsfähigkeit ab. Gerade Auftragsspitzen möchten die Betriebe im Aufschwung auch mit Zeitarbeit abdecken. 47 Prozent der Zeitarbeitsfirmen sorgen sich um wirtschaftspolitische Risiken für die kommenden Monate – das sind 9 Prozentpunkte mehr als in der Wirtschaft insgesamt.

(Redaktion)