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Wirtschaft | Fr, 15.03.2013 11:00

Unternehmensinsolvenzen in Baden-Württemberg rückläufig

Im Jahr 2012 wurden bei den Amtsgerichten in Baden-Württemberg 13.998 Insolvenzverfahren entschieden. Darunter waren gut 15 Prozent oder 2.169 Verfahren Unternehmensinsolvenzen. Das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Dies berichtet das Statistische Landesamt.


Allerdings stiegen die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger und die Zahl der unmittelbar betroffenen Beschäftigten. Im Jahr 2012 waren 48.164 Arbeitnehmer von Insolvenzanmeldungen unmittelbar betroffen. Ein Jahr zuvor waren 15.323 Arbeitsplätze gefährdet. Die Verbindlichkeiten der insolventen Unternehmen summierten sich auf 4,46 Milliarden Euro. 28 Prozent der insolventen Unternehmen hatten jedoch weniger als 50.000 Euro Schulden. Verbindlichkeiten in Höhe von über einer Million Euro hatten 13 Prozent der Unternehmen.

Von den insolventen Unternehmen hatten 453 oder 21 Prozent ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt im Bereich Handel. Im Bereich Baugewerbe kam es zu 299 Insolvenzanmeldungen, was einem Anteil von 14 Prozent entspricht. Danach folgt der Bereich Verarbeitendes Gewerbe mit 265 Verfahren. Weitere 250 insolvente Unternehmen zählten zum Bereich Freiberufliche wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Im Gastgewerbe wurden 196 Verfahren verzeichnet.

Rund 32 Prozent der Unternehmensinsolvenzverfahren wurden mangels Masse abgewiesen und entsprechend 68 Prozent eröffnet. In 78 Prozent der Insolvenzfälle beantragte der Schuldner selbst das Verfahren. Weiterhin waren bei 97 Prozent der Unternehmensinsolvenzen die Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung der Grund für die Insolvenzanmeldung. Die drohende Zahlungsunfähigkeit spielte also nur eine geringe Rolle (30 Fälle). Bei 41 Verfahren wurde außerdem die Eigenverwaltung angeordnet. Dies war deutlich häufiger als in den Vorjahren.

(Redaktion)