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Wirtschaft | Fr, 13.05.2011 10:12

VDI-/IW-Ingenieurmonitor: 68.700 Ingenieure fehlen – Lücke ist in Baden-Württemberg am größten

Die Ingenieurlücke als Differenz aus offenen Stellen und Arbeitslosen hat im April 2011 einen historischen Höchststand erreicht. Laut dem aktuellen VDI-/IW-Ingenieurmonitor konnten 68.700 Stellen in Deutschland nicht besetzt werden - so viele wie noch nie seit Beginn der Berechnungen im August 2000.


Die Zahl der offenen Stellen lag bei 90.400 und erreichte damit den höchsten Wert seit zehn Jahren. Die starke Nachfrage nach Ingenieuren übertrifft den Vorjahresmonat um fast 60 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sank erneut auf nunmehr rund 22.300 Personen.

"Der Ingenieurmangel ist ein ernstzunehmendes Problem. Die Situation spitzt sich bereits seit Monaten zu. Der VDI fordert Unternehmen, Verbände und Politik daher auf, eine bundeseinheitliche Bildungsstrategie zu entwickeln. Teil dieser sollte vor allem verbindlicher Technikunterricht sein. Wenn wir jetzt nicht handeln, schadet der Ingenieurmangel der deutschen Wirtschaft", so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Bereits im Jahr 2010 betrug der Wertschöpfungsverlust der deutschen Wirtschaft 3,3 Milliarden Euro.

Der Mangel trifft vor allem Unternehmen im Maschinen- und Fahrzeugbau. Hier fehlten 29.200 Ingenieure. Betroffen sind auch die Elektroingenieure mit 16.400 sowie die Bauingenieure mit 8.500 Personen.

Regional betrachtet ist die Lücke in Baden-Württemberg am größten, wo 19.000 Stellen nicht besetzt werden konnten. In Bayern fehlten 12.100 und in Nordrhein-Westfalen 11.800 Ingenieure.

(Redaktion)