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Wirtschaft | Mi, 30.04.2014 08:48

Verbraucherpreise im April um 1,4 Prozent gestiegen

Im April 2014 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent. Auch wenn damit die Jahresteuerungsrate im Vergleich zum März (1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat) wieder etwas angezogen hat, bleibt der Inflationsanstieg weiter moderat und bewegt sich deutlich unterhalb der EU-Stabilitätsschwelle von zwei Prozent. Gegenüber dem Vormonat März blieb im April 2014 der Verbraucherpreisindex unverändert. Das ergeben vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Der preisdämpfende Einfluss von Heizöl und Kraftstoffen auf den Gesamtindex ging im April etwas zurück. Heizöl verbilligte sich im Vergleich zum April 2013 noch um 2,3 Prozent, der Preis für Kraftstoffe sank binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Preisanstieg bei 1,6 Prozent. Uneinheitlich entwickelten sich die Preise bei anderen Energiearten. So stieg der Strompreis binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent an und auch bei der Fernwärme legten die Preise zu (2,1 Prozent). Unverändert blieb dagegen der Gaspreis und bei Brennholz bzw. Holzpellets gaben die Preise deutlich nach (−11,0 Prozent).

Bei den Nahrungsmitteln hat sich der starke Preisauftrieb der vergangenen Monate weiter abgeschwächt. Im April 2014 lag der Anstieg mit 1,6 Prozent noch geringfügig über der Gesamtentwicklung. Allerdings war bei den verschiedenen Nahrungsmittelgütern die Preisentwicklung unterschiedlich. So wurden Molkereiprodukte wie Quark (20,2 Prozent) oder Frischmilch (12,9 Prozent) sowie Speisefette und –öle mit 5,7 Prozent deutlich teurer. Verbilligt hat sich dagegen Gemüse (−4,5 Prozent). Gute Nachricht auch für den Osterhasen ((jetzt interessiert er sich wahrscheinlich nicht mehr so für die Eierpreise)): Bei Eier sind die Preise binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent zurückgegangen und auch Pralinen wurden billiger (−1,9 Prozent).

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Mietnebenkosten) stiegen die Preise um 1,5 Prozent. Bekleidung und Schuhe verteuerten sich um 1,2 Prozent. Deutlich teurer wurden Freizeit- und Kulturdienstleistungen mit 6,8 Prozent. Bei den Ausgaben rund um das Reisen verteuerten sich Pauschalreisen binnen Jahresfrist um 10,4 Prozent, bei Flugtickets erhöhten sich die Preise um 2,8 Prozent. Bei den Ausgaben für die Gesundheitspflege lag der Preisanstieg bei 1,6 Prozent und für Friseurdienstleistungen musste 2,9 Prozent mehr ausgegeben werden. Bei Telefongeräten (−10,3 Prozent), Unterhaltungselektronik (−5,0 Prozent) und PC-Ausrüstungen (−4,8 Prozent) hielt dagegen der Preisverfall an.

Gegenüber dem Vormonat März stieg der Heizölpreis um 1,2 Prozent. Kraftstoffe wurden um 2,1 Prozent teurer. Auch aufgrund der Osterferien hat dabei der Preis für Superbenzin (2,6 Prozent) stärker angezogen, während der Anstieg beim Dieselpreis verhaltender ausfiel (0,8 Prozent). Bei Nahrungsmitteln lagen die Preise nahezu gleichauf zum Vormonat (−0,1 Prozent). Billiger wurde dabei insbesondere Gemüse (−1,8 Prozent), Obst wurde dagegen merklich teurer (1,9 Prozent). Bei Getränken legten die Preise für Mineralwasser, Limonaden und Säfte zu (1,5 Prozent). Bei Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur musste dagegen 2,7 Prozent weniger bezahlt werden.

(Redaktion)