Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 29.09.2011 12:26

Verbraucherpreise im Südwesten: Preisanstieg liegt im September bei 2,5 Prozent

Der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg erhöhte sich im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent auf einen Indexstand von 111,3 (2005=100). Seit Jahresbeginn bewegt sich damit die Teuerungsrate konstant auf einem Niveau von über zwei Prozent. Gegenüber dem Vormonat August blieb der Verbraucherpreisindex unverändert. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Bestimmend für die derzeitige Entwicklung ist der binnen eines Jahres deutliche Anstieg der Preise für Heizöl (22,6 Prozent) und Kraftstoffe (12,5 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Energieträger läge der Preisanstieg gegenüber September 2010 bei 1,9 Prozent. Auch andere Energiearten wie Strom (7,9 Prozent), Fernwärme (6,5 Prozent) und Gas (2,9 Prozent) wurden teurer und ließen den Gesamtindex ansteigen.

Die Preise für Nahrungsmittel legten binnen Jahresfrist um 2,0 Prozent zu. Billiger wurde Gemüse (minus 8,8 Prozent), wobei insbesondere der Kartoffelpreis mit minus 23,2 stark nachließ. Teurer wurden dagegen insbesondere Speisefette und –öle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl (24,7 Prozent) oder Margarine mit 20,3 Prozent. Auch bei Molkereiprodukten (einschließlich Eier) mit 4,8 Prozent, Brot und Getreideerzeugnissen (3,3 Prozent) und Fleischerzeugnisse (3,2 Prozent) stiegen die Preise überdurchschnittlich an. Spürbar teurer wurden auch alkoholfreie Getränke mit 9,1 Prozent.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Mietnebenkosten) stiegen die Preise um 1,2 Prozent an. Bekleidung wurde um 2,6 Prozent teurer. Die Preise für Inspektionen und Reparaturen von Kraftfahrzeugen erhöhten sich um 4,3 Prozent. Billiger wurden PC-Ausrüstungen (minus 13,3 Prozent) und Unterhaltungselektronik (minus 7,6 Prozent).

Für die diesjährigen ABC-Schützen verteuerte sich der Schulranzen um 4,1 Prozent. Bei Schreib- und Zeichenmaterialien stiegen die Preise um 2,3 Prozent. Der Schokoladenriegel für die Schultüte wurde um 3,4 Prozent teurer, während das Müsli zum Frühstück sich nur moderat verteuerte (1,0 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat August legte der Preis für Kraftstoffe um 2,7 Prozent zu. Heizöl verteuerte sich um 2,4 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel bewegten sich etwa auf Niveau des Vormonats (minus 0,1 Prozent), während Bekleidung mit dem Umstieg auf die Wintersaison um 5,5 Prozent teurer wurde. Die Preise für Schuhe legten um 3,0 Prozent zu. Mit Ende der Feriensaison gingen die Preise für Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 9,5 Prozent) und Pauschalreisen (minus 8,8 Prozent) spürbar zurück.

(Redaktion)