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Wirtschaft | Di, 30.08.2011 09:05

Verbraucherpreise im Südwesten steigen um 2,5 Prozent

Im August 2011 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent. Damit bewegt sich die Teuerungsrate weiterhin über der Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Definition die Preise als stabil gelten. Allerdings hat sich das Tempo im August leicht abgeschwächt. Gegenüber dem Vormonat Juli gingen die Verbraucherpreise leicht zurück (-0,2 Prozent). Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Eine Ursache für das derzeitige hohe Niveau ist die Entwicklung bei den Energiepreisen. So stieg binnen Jahresfrist der Preis für Heizöl (23,9 Prozent) und für Kraftstoffe (11,3 Prozent) erheblich an. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei 1,8 Prozent. Auch Strom (7,9 Prozent), Fernwärme (6,5 Prozent) und Gas (3,5 Prozent) wurden teurer.

Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln lag dagegen mit 1,9 Prozent unter dem Gesamtdurchschnitt. Billiger wurde insbesondere Gemüse mit einem Rückgang von 6,3 Prozent, während Speisefette und –öle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl (25,8 Prozent) oder Butter (10,0 Prozent) sich stark verteuerten. Stark verteuert haben sich auch alkoholfreie Getränke mit 10,2 Prozent. Insbesondere Bohnenkaffee (28,4 Prozent) und koffeinfreie Limonaden (20,3 Prozent) wurden deutlich teurer. Bei alkoholischen Getränken lag dagegen der Anstieg bei 0,9 Prozent.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise um 1,3 Prozent. Spürbar verteuert haben sich dagegen die Ausgaben für die Wohnungsinstandhaltung mit 3,8 Prozent. Die Preise für Bekleidung stiegen um 0,8 Prozent. Uhren und Schmuck wurden auch aufgrund des anhaltenden Preisanstiegs bei Edelmetallen um 8,4 Prozent teurer. Billiger wurden dagegen Unterhaltungselektronik (minus 6,9 Prozent) und PC-Ausstattung (minus 12,3 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat Juli ergibt die Preisentwicklung bei Energieträgern ein unterschiedliches Bild. Während die Preise für Heizöl und Kraftstoffe um jeweils 2,7 Prozent zurückgingen, legten der Gaspreis (1,5 Prozent) und der Strompreis (0,4 Prozent) zu. Beim Gaspreis ist die Preiserhöhung im Zusammenhang mit der nach wie vor praktizierten zeitverzögerten Koppelung an den Ölpreis zu sehen. Nahrungsmittel verbilligten sich um 0,7 Prozent, während alkoholfreie Getränke um 1,3 Prozent teurer wurden. Bekleidung wurde um 0,5 Prozent teurer, während bei Schuhen die Preise um 1,5 Prozent zurückgingen. Übernachtungen in Baden-Württemberg wurden im August saisonbedingt um 2,9 Prozent billiger.

(Redaktion)