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Wirtschaft | Do, 28.04.2011 08:45

Verbraucherpreise im Südwesten weiter im Aufwind: Starker Anstieg bei Kraftstoffen und Heizöl

Im April 2011 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent auf einen Indexstand von 110,9 (2005=100). Damit bewegt sich die Teuerungsrate seit Jahresbeginn konstant auf einem Niveau von über zwei Prozent. Gegenüber dem Vormonat März lag der Anstieg bei den Verbraucherpreisen bei 0,3 Prozent. Dies teilte das Statistische Landesamt mit.

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg. (Grafik: Statistisches Landesamt)

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg. (Grafik: Statistisches Landesamt)


Ein wesentlicher Grund für den deutlichen Anstieg der Teuerungsrate gegenüber April 2010 ist die Entwicklung des Heizöl- (26,4 Prozent) und Kraftstoffpreises (13,8 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse hätten die Verbraucherpreise nur um 1,8 Prozent zugelegt. Bei den Kraftstoffen ist dies zugleich der höchste Anstieg innerhalb von 12 Monaten seit Mai 2010. Dabei hat der Dieselpreis mit 18,0 Prozent deutlich stärker angezogen als der Preis für Superbenzin (12,4 Prozent). Darüber hinaus hat auch der Strompreis im Südwesten deutlich zugelegt (8,3 Prozent), während Fernwärme um 5,0 Prozent teurer wurde. Schwächer fällt der Anstieg derzeit beim Gaspreis aus (2,0 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Wohnnebenkosten) kletterten die Preise um 1,4 Prozent.

Bei den Nahrungsmitteln lag der Preisanstieg im April binnen Jahresfrist bei 1,0 Prozent. Hier zog insbesondere der Butterpreis mit 27,8 Prozent massiv an. Dagegen sank der Preis für Gemüse um 6,9 Prozent. Auch Zucker (minus 5,0 Prozent) und Weizenmehl (minus 2,0 Prozent) wurde etwas billiger. Erleichterung auch beim Osterhasen: Die Preise für Eier (0,7 Prozent) und Pralinen (0,1 Prozent) legten nur moderat zu.

Die Preise für alkoholfreie Getränke stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat dagegen mit 7,7 Prozent deutlich. Insbesondere koffeinfreie Limonaden (20,4 Prozent) und Bohnenkaffee (16,7 Prozent) wurden teurer. Stark angestiegen sind auch die Preise rund um das Reisen: Flugtickets verteuerten sich um 13,8 Prozent, Pauschalreisen um 10,5 Prozent und Übernachtungen in Baden-Württemberg wurden um 5,3 Prozent teurer.

Gegenüber dem Vormonat März stiegen die Preise für Kraftstoffe um 3,2 Prozent an. Insbesondere Superbenzin verteuerte sich um 3,5 Prozent, während der Dieselpreis um 1,9 Prozent anstieg. Stabil blieb demgegenüber der Heizölpreis. Der Preis für Strom legte um 1,0 Prozent zu. Leicht nachgegeben haben die Preise für Nahrungsmittel (minus 0,1 Prozent) und Bekleidung (minus 0,2 Prozent). Merklich teurer wurden dagegen alkoholfreie Getränke (1,4 Prozent) und Flugtickets (2,3 Prozent).

(Redaktion)