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Wirtschaft | Mi, 29.06.2011 08:18

Verbraucherpreise im Südwesten weiterhin gut zwei Prozent über Vorjahresniveau

Im Juni 2011 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,3 Prozent. Damit liegt die Teuerungsrate seit Jahresbeginn oberhalb der Marke von zwei Prozent und bewegt sich seitdem innerhalb eines Korridors von 2,1 bis 2,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Mai erhöhten sich die Preise um 0,2 Prozent. Dies teilte das Statistische Landesamt mit.


Deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen die Preise für Heizöl (18,7 Prozent) und Kraftstoffe (9,3 Prozent). Allerdings ist hier die aktuelle Entwicklung uneinheitlich. Gegenüber dem Vormonat Mai stieg der Heizölpreis um 2,6 Prozent, während der Preis für Kraftstoffe um 2,9 Prozent zurückging. Der Preis für Strom stieg binnen Jahresfrist um 7,5 Prozent, während Fernwärme sich um 5,1 Prozent verteuerte. Der Gaspreis stieg im gleichen Zeitraum um 1,7 Prozent, allerdings ist hier aufgrund der nach wie vor praktizierten Ölpreisbindung ein weiterer Anstieg für die nächsten Monate zu erwarten.

Bei den Nahrungsmitteln legten die Preise gegenüber Juni 2010 um 1,8 Prozent zu. Bei Gemüse kam es allerdings aufgrund der Auswirkungen der EHEC-Epidemie zu spürbaren Preisrückgängen: Kopfsalat wurde um 25,1 Prozent, Tomaten um 24,9 Prozent und Gurken um 21,9 Prozent billiger. Dagegen wurden Speisefette und –öle um 11,2 Prozent teurer. Obst verteuerte sich um 5,4 Prozent, Molkereiprodukte (einschließlich Eier) um 4,1 Prozent. Auch bei Getränken stiegen die Preise teilweise deutlich an, insbesondere Bohnenkaffee (21,6 Prozent) und koffeinfreie Limonaden (20,4 Prozent) verteuerten sich massiv. Auch bei Wein legten die Preise etwas zu (1,2 Prozent), während der Bierpreis nachgab (minus 0,3 Prozent).

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten und Wohnnebenkosten) legten die Preise um 1,2 Prozent zu. Insbesondere die Gebühren für die Abwasserentsorgung legten zu (2,8 Prozent). Pauschalreisen wurden um 6,1 Prozent, Bekleidung wurde um 1,9 Prozent teurer. Billiger wurden dagegen Haushaltsgeräte (minus 2,0 Prozent), Unterhaltungselektronik (minus 5,0 Prozent) und PC-Ausstattung (minus 9,8 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Mai blieben die Preise für Nahrungsmittel unverändert. Bekleidung wurde um 2,0 Prozent billiger. Die beginnende Sommerferienzeit wirft bei Pauschalreisen dagegen bereits Ihre Schatten voraus – deren Preise stiegen binnen eines Monats um 7,2 Prozent.

(Redaktion)