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Wirtschaft | Mi, 30.05.2012 07:12

Verbraucherpreise in Baden-Württemberg stabilisieren sich

Im Mai 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent auf einen Indexstand von 112,8 (2005 = 100). Im April lag der Anstieg ebenfalls bei 1,9 Prozent, so dass sich die Teuerungsrate aktuell auf diesem Niveau stabilisiert hat. Gegenüber dem Vormonat gingen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zurück. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Der Preisanstieg gegenüber Mai 2011 bei Heizöl (9,0 Prozent) und Kraftstoffen (2,9 Prozent) hat nach wie vor prägenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Anstieg im Mai bei 1,7 Prozent. Bei den Kraftstoffen legte insbesondere der Preis für Diesel (4,8 Prozent) deutlich zu, während sich Superbenzin um 2,4 Prozent verteuerte. Deutlich angezogen hat binnen Jahresfrist auch der Gaspreis (7,0 Prozent) und der Preis für Fernwärme (6,0 Prozent), während der Preis für Strom um 2,0 Prozent zulegte.

Spürbar verteuert haben sich im Mai auch Nahrungsmittel mit einem Preisanstieg von 2,9 Prozent. Insbesondere Fleischprodukte (5,8 Prozent) und Brot und Getreideerzeugnisse (5,6 Prozent) wurden teurer. Auch bei Süßwaren legten die Preise deutlich zu, so verteuerte sich Zucker um 18,0 Prozent, Pralinen um 10,4 Prozent und Marmeladen um 9,4 Prozent. Billiger wurden dagegen Speisefette und öle (minus 0,9 Prozent) und Gemüse (minus 1,8 Prozent). Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 3,6 Prozent, insbesondere bei Kakaopulver (7,7 Prozent), Multivitaminsaft (7,7 Prozent) und Bohnenkaffee (7,3 Prozent) zogen die Preise an.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnnebenkosten) stiegen die Preise um 0,6 Prozent an. Heimtextilien wurden um 3,7 Prozent, Bekleidung um 2,9 Prozent teurer. Bei Schuhen lag der Anstieg bei 3,3 Prozent. Bei den Ausgaben rund um das Reisen legten die Preise deutlich zu: Flugtickets wurden um 9,9 Prozent, Pauschalreisen um 9,0 Prozent teurer. Billiger wurden dagegen Unterhaltungselektronik (minus 9,8 Prozent) und PC-Ausrüstungen (minus 5,0 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat April ging der Preis für Kraftstoffe um 3,8 Prozent zurück. Bei Heizöl lag der Rückgang bei 2,9 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,2 Prozent. Einem Rückgang bei Gemüse (minus 2,3 Prozent), Speisefetten und –öle (minus 1,3 Prozent) sowie Molkereiprodukten und Eiern (minus 1,3 Prozent) standen hier eine Zunahme bei Obst (3,4 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (1,5 Prozent) gegenüber. Übernachtungen in Baden-Württemberg wurden um 3,0 Prozent teurer. Dagegen verbilligten sich Pauschalreisen gegenüber April um 2,7 Prozent, eventuell trugen hier kurzfristige Rabattaktionen aufgrund der Auswirkungen der Euro-Krise zur Preisdämpfung bei. Auch bei Bekleidung (minus 0,5 Prozent) und Schuhen (minus 0,3 Prozent) gingen die Preise zurück.

(Redaktion)