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Wirtschaft | Di, 30.04.2013 13:09

Verbraucherpreise in Baden-Württemberg steigen nur noch moderat

Im April erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Mit diesem moderaten Preisanstieg befindet sich die Inflationsrate in ruhigem Fahrwasser. Gegenüber dem Vormonat März gingen die Preise um 0,5 Prozent zurück. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.

Der Anstieg der Verbraucherpreise verlangsamt sich sichtbar. (Grafik: Stat. Landesamt BW)

Der Anstieg der Verbraucherpreise verlangsamt sich sichtbar. (Grafik: Stat. Landesamt BW)


Dämpfend auf die Gesamtentwicklung wirkte sich der Preisrückgang binnen Jahresfrist bei Heizöl (minus 7,9 Prozent) und Kraftstoffen (minus 6,0 Prozent) aus. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Anstieg bei den Verbraucherpreisen bei 1,4 Prozent. Erheblich angezogen hat dagegen der Strompreis mit einem Plus von 10,4 Prozent gegenüber April 2012. Dies begründet sich durch die Preiserhöhungen zu Beginn des Jahres. Auch Fernwärme wurde im April mit 4,6 Prozent deutlich teurer, während der Gaspreis um 2,0 Prozent zulegte.

Mit einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat haben die Preise für Nahrungsmittel deutlich angezogen. Insbesondere Obst und Gemüse (jeweils 7,5 Prozent) wurden merklich teurer. Der Preis für Kartoffeln zog mit 21,5 Prozent massiv an. Aber auch Fleischprodukte (5,7 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (4,6 Prozent) wurden spürbar teurer.

Weggefallen ist im April 2013 dagegen der Sondereffekt durch die Rücknahme der Studiengebühren zum April des Vorjahres. Dies hatte in den letzten zwölf Monaten einen stark dämpfenden Effekt auf die Preisentwicklung für private Ausgaben im Bildungswesen. Dieser Basiseffekt ist nun weggefallen, im April stiegen die Preise im Bildungswesen um 2,0 Prozent an.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise um 1,1 Prozent. Bei Bekleidung gingen die Preise geringfügig zurück (minus 0,2 Prozent), während die Preise für Schuhe zulegten (1,9 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen gingen die Preise für Pauschalreisen (minus 3,3 Prozent) und für Flugtickets (minus 0,4 Prozent) zurück. Übernachtungen in Baden-Württemberg verteuerten sich dagegen um 4,0 Prozent. Deutlich teurer wurden auch Zeitungen und Bücher (jeweils 4,5 Prozent) und Gesundheitsdienstleistungen in Kliniken (3,4 Prozent). Dagegen hält die rückläufige Preisentwicklung bei Foto- und Filmausrüstungen (minus 9,9 Prozent), Unterhaltungselektronik (minus 8,3 Prozent) und PC-Ausrüstungen (minus 6,8 Prozent) weiter an.

Gegenüber dem Vormonat März verbilligte sich Heizöl nach vorläufigem Stand um 3,9 Prozent. Kraftstoffe wurden dagegen um 2,0 Prozent teurer. Bei Nahrungsmittel stiegen die Preise um 0,2 Prozent an, insbesondere bei Obst legten die Preise spürbar zu (3,1 Prozent). Bekleidung wurde um 1,2 Prozent billiger. Nachgegeben haben die Preise bei Pauschalreisen (minus 20,5 Prozent) und bei Flugtickets (minus 1,1 Prozent). Auch bei PC-Ausrüstungen gingen die Preise merklich zurück (minus 2,9 Prozent).

(Redaktion)