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Wirtschaft | Do, 30.08.2012 09:17

Verbraucherpreise in Baden-Württemberg ziehen im August wieder an

Im August 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent. Damit hat das Tempo des Preisanstiegs wieder zugelegt. Im Juli lag der Anstieg binnen Jahresfrist noch bei 1,4 Prozent. Allerdings liegt die Teuerungsrate im Südwesten nach wie vor unter der Schwelle von zwei Prozent. Bis zu dieser Marke herrscht nach gängiger Definition Preisstabilität. Gegenüber dem Vormonat Juli stiegen die Preise um 0,2 Prozent an. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg. (Grafik: Stat. Landesamt)

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg. (Grafik: Stat. Landesamt)


Gegenüber Juli 2011 deutlich angezogen haben im Urlaubsmonat August die Preise für Heizöl (12,4 Prozent) und Kraftstoffen (9,5 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölprodukte läge die Teuerungsrate bei 1,4 Prozent. Bei den Kraftstoffen war der Anstieg bei Superbenzin etwas höher (9,7 Prozent) als bei Diesel (9,2 Prozent). Auch bei anderen Energiearten zogen die Preise teilweise spürbar an: So stieg der Fernwärmepreis um 5,0 Prozent, Gas wurde um 4,9 Prozent teurer und bei Strom lag der Anstieg bei 2,0 Prozent. Billiger wurden dagegen Brennholz bzw. Holzpellets mit minus 1,1 Prozent.

Deutlich angestiegen sind auch die Preise bei Nahrungsmitteln (4,1 Prozent). Insbesondere Obst (11,2 Prozent), Gemüse (8,0 Prozent), Fleischwaren (5,0 Prozent) und Brot und Getreideerzeugnisse (4,3 Prozent) wurden teilweise erheblich teurer. Verbilligt haben sich dagegen Speisefette und -öle (minus 8,6 Prozent) und Molkereiprodukte (einschließlich Eier) mit minus 0,6 Prozent.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnnebenkosten) legten die Preise um 0,6 Prozent zu. Rückläufig waren hier die Gebühren für Abwasserentsorgung (minus 4,6 Prozent) und Müllabfuhr (minus 2,4 Prozent). Bekleidung wurde um 3,1 Prozent teurer, Schuhe um 2,5 Prozent. Spürbar zugelegt haben auch die Preise bei Produkten und Dienstleistungen für Privatfahrzeuge: Ersatzteile und Zubehör wurden um 4,7 Prozent teurer, Wartung und Reparaturen um 2,9 Prozent. Billiger wurden dagegen Unterhaltungselektronik (minus 7,0 Prozent), Fotoausrüstungen (minus 4,5 Prozent) und PC-Ausstattungen (minus 3,3 Prozent), wogegen die Preise bei Bild- und Tonträgern (einschließlich Musikdownloads) deutlich zunahmen (14,1 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen legten die Preise für Flugtickets um 4,2 Prozent zu. Pauschalreisen wurden um 3,5 Prozent teurer, bei Übernachtungen in Baden-Württemberg musste 1,9 Prozent mehr bezahlt werden.

Gegenüber dem Vormonat Juli stieg in Baden-Württemberg der Preis für Heizöl um 4,1 Prozent. Kraftstoffe wurden um 3,6 Prozent teurer. Dagegen wurden Nahrungsmittel um 0,3 Prozent billiger, insbesondere bei Obst, Gemüse sowie Speisefette und –öle (jeweils 1,4 Prozent) gaben die Preise etwas nach. Bekleidung wurde um 1,0 Prozent teurer, während Schuhe sich um 1,5 Prozent verbilligten. Saisonbedingt billiger wurden Touristikdienstleistungen wie Flugtickets (minus 3,7 Prozent), Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 2,3 Prozent) oder Pauschalreisen (minus 0,7 Prozent).

(Redaktion)