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Wirtschaft | Mo, 02.09.2013 09:27

Verbraucherpreise steigen im August um 1,4 Prozent

Im August erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent. Damit hat das Tempo des Preisanstiegs wieder etwas nachgelassen. Im Juni und im Juli waren die Preise binnen Jahresfrist um jeweils 1,7 Prozent angestiegen. Gegenüber dem Vormonat Juli gaben die Preise im August 2013 um 0,1 Prozent nach. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich nachgegeben haben im August 2013 die Preise für Heizöl (minus 7,8 Prozent) und Kraftstoffe (minus 3,8 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölprodukte läge der Anstieg des Verbraucherpreisindex bei 1,8 Prozent. Bei den Kraftstoffen fiel der Rückgang beim Dieselpreis mit minus 4,5 Prozent stärker aus als beim Preis für Superbenzin (minus 3,8 Prozent).

Der rückläufigen Preisentwicklung bei diesen Energieträgern stand allerdings der kräftige Anstieg beim Strompreis gegenüber (10,1 Prozent). Grund sind die Tariferhöhungen beim Stromentgelt zu Beginn des Jahres. Auch der Fernwärmepreis (4,0 Prozent) und der Gaspreis (2,4 Prozent) zogen binnen Jahresfrist merklich an. Stabil waren dagegen die Preise für Brennholz bzw. Holzpellets.

Ausgeprägt blieb der Preisdruck bei Nahrungsmitteln (5,3 Prozent). Dabei legten binnen Jahresfrist die Preise in allen großen Nahrungsmittelbereichen zu. Erheblich angezogen haben die Preise für Speisefette und –öle (15,4 Prozent), insbesondere Butter (32,2 Prozent) und Olivenöl (19,8 Prozent) verteuerten sich kräftig. Auch bei Obst (9,3 Prozent) und Gemüse (9,1 Prozent) gab es einen starken Preisanstieg. Begründet wird dies mit dem bisherigen ungünstigen Witterungsverlauf in diesem Jahr, der zu Ernteausfällen und –verzögerungen geführt haben soll.

Auch in anderen Nahrungsmittelbereichen zogen die Preise an: Molkereiprodukte (einschließlich Eier) verteuerten sich um 4,6 Prozent, Fleischprodukte um 4,3 Prozent. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen um 4,0 Prozent.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Wohnungsnebenkosten) stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. Bei Dienstleistungen von Haushaltshilfen erhöhten sich die Preise um 7,1 Prozent. Schuhe wurden um 3,4 Prozent teurer, nur geringfügig stiegen dagegen die Preise für Bekleidung (0,2 Prozent). Die Preise für Übernachtungen in Baden-Württemberg legten um 2,9 Prozent zu und auch in der Gastronomie zogen die Preise an (2,6 Prozent). Tabakwaren verteuerten sich um 3,9 Prozent.

Nachgegeben haben die Preise für Telefongeräte (minus 12,3 Prozent), Computerausrüstungen (minus 10,7 Prozent), Unterhaltungselektronik (minus 4,2 Prozent) und Fotoausrüstungen (minus 4,1 Prozent). Auch Haushaltsgeräte wurden billiger (minus 2,3 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Juli 2013 waren die Preise für Kraftstoffe unverändert, auch bei Heizöl gab es kaum Preisbewegungen (minus 0,1 Prozent). Teurer wurden dagegen Brennholz bzw. Holzpellets (1,0 Prozent). Nahrungsmittel verbilligten sich um 0,8 Prozent, insbesondere bei Gemüse (minus 4,8 Prozent) und Obst (minus 2,7 Prozent) gaben die Preise nach. Kartoffeln wurden dabei um 10,1 Prozent billiger. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 1,2 Prozent.

Bei den Ausgaben rund um das Reisen wurden Flugtickets (minus 1,9 Prozent) und Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 1,7 Prozent) billiger. Bei Bild- und Tonträger (einschließlich Musikdownloads) gaben die Preise deutlich nach (minus 5,7 Prozent).

(Redaktion)