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Wirtschaft | Fr, 28.10.2011 08:56

Verbraucherpreise steigen im Südwesten auf breiter Front

Im Oktober 2011 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. Damit erreichte die Teuerungsrate im Oktober einen neuen Jahreshöchststand und zugleich den höchsten Anstieg seit drei Jahren. Die Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Definition die Preise als stabil gelten, ist damit im laufenden Monat deutlich überschritten worden. Gegenüber dem Vormonat September stieg der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent an. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Bestimmenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung hat der deutliche Preisanstieg bei Heizöl (26,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und Kraftstoffen (12,4 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge damit der Preisanstieg gegenüber Oktober 2010 bei 2,0 Prozent. Auch andere Energiearten wie Strom (7,9 Prozent), Fernwärme (7,3 Prozent) und Gas (5,7 Prozent) legten deutlich zu.

Allerdings geht der Preisauftrieb vermehrt in die Breite und erfasst zusehends auch andere Gütergruppen. So verteuerten sich Flugtickets um 18,7 Prozent, Ersatzteile und Zubehör für Privatfahrzeuge um 10,3 Prozent, Bekleidung um 3,9 Prozent und Pauschalreisen um 3,3 Prozent. Bei Nahrungsmitteln legten die Preise binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent zu. Insbesondere Speiseöle und -fette wie Sonnenblumen- / Rapsöl (25,9 Prozent) oder Margarine (24,2 Prozent) verteuerten sich massiv. Merklich teurer wurden auch Brot und Getreideerzeugnisse (3,4 Prozent) und Fleischwaren (3,2 Prozent). Bei alkoholfreien Getränken gingen die Preise mit 9,7 Prozent steil nach oben, insbesondere koffeinfreie Limonaden (22,6 Prozent) und Bohnenkaffee (21,5 Prozent) legten zu. Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten und Mietnebenkosten) stiegen die Preise um 1,3 Prozent. Aufgrund des starken Preisanstiegs bei Edelmetallen verteuerte sich Edelmetallschmuck um 13,5 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat September stieg der Preis für Gas deutlich an (2,7 Prozent). Zugelegt haben auch der Heizölpreis (2,3 Prozent) und der Preis für Fernwärme (2,0 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe legte binnen eines Monats nur geringfügig zu (0,2 Prozent), wobei der Preis für Superbenzin (minus 0,3 Prozent) leicht sank, während der Preis für Diesel mit plus 1,9 Prozent spürbar zulegte. Unverändert blieb dagegen der Strompreis.

Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,3 Prozent, wobei Speiseöle und –fette wiederum deutlich zugelegt haben (1,3 Prozent). Bekleidung wurde durch den Umstieg auf die Wintersaison um 2,1 Prozent teurer, Schuhe um 1,6 Prozent. Auch Flugtickets wurden um 2,5 Prozent teurer. Das beginnende Weihnachtsgeschäft und die Buchmesse ließen die Preise für Bücher (2,1 Prozent) und Hörbücher (36,9 Prozent) deutlich anziehen. Billiger wurden dagegen Pauschalreisen (minus 1,1 Prozent) und alkoholische Getränke (minus 0,6 Prozent).

(Redaktion)