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Wirtschaft | Di, 29.06.2010 09:36

Verbraucherpreise steigen im Südwesten mit 1,0 Prozent moderat an

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im Juni 2010 der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent auf einen Indexstand von 108,4. Damit legte die Teuerungsrate weiterhin moderat zu. Allerdings hat die Dynamik im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten etwas nachgelassen. Gegenüber dem Vormonat Mai waren die Verbraucherpreise nahezu unverändert (0,1 Prozent).


Ein Grund für die derzeitige Entwicklung der Verbraucherpreise bleiben die im Vergleich zum Juni 2009 deutlich angestiegenen Preise für Heizöl (23,8 Prozent) und Kraftstoffe (8,2 Prozent). Allerdings setzte sich hier der Preisanstieg nicht mehr mit dem gleichen Tempo der Vormonate fort. Bei den Kraftstoffen war der Preisanstieg für Diesel mit 13,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie für Superbenzin (6,3 Prozent). Zugelegt hat auch der Strompreis (3,9 Prozent), währenddessen Gas (minus 10,4 Prozent) und Fernwärme (minus 6,5 Prozent) merklich günstiger wurden.

Bei den Nahrungsmitteln lag im Juni der Preisanstieg binnen Jahresfrist bei 0,6 Prozent. Markanteste Entwicklung war hier der massive Preisanstieg für Butter um 35,2 Prozent. Teurer wurde auch Gemüse mit 5,2 Prozent, während Mehl (minus 17,2 Prozent), Zucker (minus 11,9 Prozent) und Obst (minus 4,0 Prozent) deutlich billiger wurden. Die Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten einschließlich Nebenkosten) stiegen um 1,2 Prozent. Spürbar zugelegt haben auch die Preise für elektrische Kleingeräte für den Haushalt (6,5 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (2,7 Prozent). Preisrückgänge gab es dagegen bei Unterhaltungselektronik (minus 2,3 Prozent). Auch Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 1,6 Prozent) und Pauschalreisen (minus 1,5 Prozent) wurden günstiger.

Gegenüber dem Vormonat Mai legten die Kraftstoffpreise eine Atempause ein und gingen um 0,7 Prozent zurück. Auch Bekleidung und Schuhe wurde bedingt durch mehrere Angebotsaktionen günstiger (minus 1,5 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel legten um 0,6 Prozent zu, auch aufgrund der Entwicklung des Butterpreises. Angezogen haben auch die Preise für PC-Ausstattung (2,6 Prozent).

(Redaktion/Stat. LA)